Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
111
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wurden, um kleine Kapitalien, nöthig. Diese brach,ten aber um desto größere Gewinnste. Der Zinsfußwar nirgends niedriger als zehn vom Hundert: und derGewinn im Handel und Wandel mußte also groß genugseyn, um solche Geldzinsen bezahlen zu können. Ichtist der Zinsfuß in allen blühenden Landern EuropenS,nirgends höher als sechs vom Hundert, und in einigen,die am weitesten in der Cultur fortgeschritten sind, stehter auf vier, auf drey, ja gar auf zwey vom Hundert.Derjenige Theil von den Einkünften sämmtlicher Landes-einwehner, welcher vom Gewinnste angelegter Kapitalienherkömmt, ist zwar in reichen Ländern weit größer, alsjn armen: aber die Ursache ist nicht, weil von einer be-stimmten Summe die Gewinnste dort größer sind, >(im Gegentheile pflegen sie beträchtlich geringer zu seyn)sondern weil weit größere Summen dort als Kapitalienangelegt werden.

Also, -er Theil des jährlichen Erzeugnisses, derso wie er aus der Erde, oder aus den Händen der Ar-beiter kömmt., unmittelbar zur Wiedererstattung ange-legter Ksistitülrm dient, ist in reichen Ländern nichtnur an sich größer, sondern übertrifft auch den Theil jenesErzeugnisses , welcher zu Einkünften bestimmt ist, inreichen Ländern um vtel mehr , als in armen. Diejeni-gen Fonds, von welchen hervorbringende Arbeit unter-halten wird, betragen in den erstem nicht nur an sichmehr, sondern sie stehen auch zu denjenigen Fonds, die,weder für hervorbringende noch nicht hervorbringendeArbeit ausschließend bestimmt, doch einen Hang zur Un-terhaltung der letztem haben, in einem weit großemVerhältnisse,

Nach