Ü2
siele, als ihnen die Banken mit der äußersten Ausdch-rulng ihres Credits hätten leisten können. Dieses Hülfs-mittel war kein anderes, als die unter Kaufleuten un-glücklicher Weise so wohl bekannte Wechselrerierey, oderdas Ziehen von Wechseln, die man durch gezogene neueWechsel bezahlt: ein Hülfsmittel, durch welches zuwei-len zu Grunde gerichtete Kaufleute den Ausbruch ihresVankerottS zu verzögern pflegen. Diese Methode, sichbaareö Geld zu verschaffen, ist in England langst bekanntgewesen, und, wie man sagt, wurde es im letzten Krie-ge, (dem von 17zz bis 62) da die großen Gewinnst?,die im Handel zu machen waren, den Kaufmann zueiner unmäßigen Ausdehnung seiner Geschäfte verleite-ren, mit der Wechselreiterei) sehr weit getrieben- AusEngland kam sie nach Schottland, wo im Verhältnissedes eingeschränkten Handels und der sehr mäßigen Kapi-talien dieses Landes sie noch auf einen höher» Grad alsin England stieg.
Diese Operation ist zwar unter Handelsleuten so§>ohl bekannt, daß eö unnothig ist, ihnen eine Erklä-rung davon zu geben. Da aber'dieses Buch auch fürLeser bestimmt ist, die nicht Handelsleute sind, und daselbst Handelsleute nicht immer einsehen, welche Wir-kung die Wechselreiterei) auf die Bankgeschäfte hervor-bringe : so will ich die Beschaffenheit und Folgen dersel-ben, so deutlich, als ich kann, aus einander sitzen.
Die Handelsgewohnheiten, welche zu der Zeit inEuropa eingeführt wurden, als die daselbst herrschendenhöchst mangelhaften Gesetze, die Erfüllung von Vertra-gen unter Privatpersonen nicht hinlänglich sicherten, Ge-wohnheiten , welche während der letzten zwey Iahrtzun-
der.e.