Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
363
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nien, selbst in Vergleichung mit Frankreich, welchesdoch seit der Zeit so beträchtliche Fortschritte gemacht hat,für ein armes Land gehalten. Die Bemerkung Karlsdes fünften, der beyde Länder so oft durchreiset war, istbekannt: „daß in Frankreich alles im Uebersluß sey, und„in Spanien alles fehle." — Diese Zunahme nun inden Erzeugnissen des europäischen Ackerbaues und Kunst-fleißes , erforderte nothwendig eine Zunahme in derQuantität des, zum Umlaufe dieser Waaren angewand-ten Silbergeldes; und mit der größcrn Anzahl reicherPrivatpersonen, mußte auch die Quantität des zu Tisch-geschirre und andern Zi'errathen angewandten Silberswachsen.

Zweytens. Amerika selbst ist ein neuer Markt fürdie Produrte seiner Bergwerke geworden; und da dessenFortschritte in Ackerbau, Volksmenge und Kunsisteißeschneller sind, als die Fortschritte des blühendsten Lan-des von Europa: so muß auch die Nachfrage nach Sil-ber dort schneller zunehmen. Die englischen Kolonien,oder die jetzt freyen Staaten in Nordamerika, macheneinen ganz neuen Markt aus, auf welchem, theils umGeld, theils um allerley Geschirre daraus zu verfertigen,Silber in immer größerer Menge gesucht wird, da ehe-dem hier nicht die geringste Nachfrage darnach geschah.Auch die spanischen und portugiesischen Kolonien in Ame-rika sind größtentheils neue Märkte. Neu Granada,Pucatan, Paraguay und Brasilien waren, ehe sie vonden Europäern entdeckt wurden, von wilden Nationenbewohnt, die weder den Ackerbau, noch die Künste kann-ten; und jetzt sind beyde, bis zu einem beträchtlici-enGrade, bey ihnen eingeführt. Selbst Mexico undPeru, ob sie gleich nicht als ganz neue Markte für die

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