Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
340
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wie in jedem Lande j mit dem Neichthume sich derSil-bervorrath vermehrt, so, mit Vermehrung des Silbenvorraths , sich der Silberwerth verminderte: einGrundsatz, der , so allgemein er angenommen wird,-och unrichtig ist»

In jedem Lande kann die QuamltÄ des vorhande-nen Silbers, aus einer zwiefachen Ursache, wachsen:entweder durch die vermehrte Ausbeute der ihm das Sil-ber liefernden Bergwerke; oder durch den vermehrtenReichthum seiner Einwohner, das heißt, durch die Ver-mehrung des Products seiner jährlichen Arbeit. Dieel-ste dieser Ursachen hat ohne Zweifel die Verminderungdes Werths jener edlen Metalle zur nothwendigen Fvl-tze; die zweyte aber auf keine Weise»

Wenn reichere Bergwerke, als die bisher bearbei-teten, entdeckt werden, und daher eine größre Quantitätvon Gold und Silber auf den Markt gebracht wird, in-deß die Nothwendigkeiten und Bequemlichkeiten des Le-bens, gegen welche sie umgetauscht werden soll-, an Zahlund Werthe dieselben geblieben sind: so muß, bey die-sem Umtausche, eine größre Quantität jener Metalleauf eine geringere dieser Waaren kommen» Der Werthvon jenen muß also, in Verhältnisse gegen diese, noth-wendig vermindert werden.

Wenn hingegen der wirkliche Reichthum eines Lan-des wächst; wenn die Arbeit seiner Einwohner von JahrZu Jahr immer eine größre und größre Anzahl nützlicherErzeugnisse liefert: so ist erstlich eine größre QuantitätGeldes nöthig, uM diese größre. Quantität Waaren inUmlauf zu bringen; und e4 sind zweytenö der Leute meh-rere,