Zl4
er entweder ein seltnes Naturprodukt ist, oder so vieleArbeit zu seiner Zubereitung fordert, daß diese nur vonihnen allein bezahlt werden kann. Dinge der Art kau-fen sie gerne, um einen veihältnißmaßig etwas höhernPreis, als weit schönere und nützlichere, aber gemei-nere Sachen kosten. Diese drey Eigenschaften also,Nutzbarkeit, Schönheit und Seltenheit machen dieGrundlage von dem hohen Preise der edlen MetaWaus, — oder sind Ursache, daß man eine so großeQuantität anderer Güter dafür eintauschen kann. —Dieser ihr Werth ist alter, als die Anwendung, dieman von ihnen zum Prägen des Geldes gemacht ku t, —ist unabhängig davon, und war selbst eine der Ursachen,warum man sie zu diesem Gebrauche bestimmte. Indeßkann gar wohl der Umstand, daß m m aus Gold undSilber Geld machte, indem er die Nachfrage darnachvermehrte, und die zu andern Absichten anwendbareQuantität verminderte, in der Folge der Zeit, ihrePreise aufrecht erhalten, oder auch selbst erhöhet haben.
Was die Edelsteine betrifft: so entsteht die Nach-frage nach ihnen, lediglich aus ihrer Schönheit. Siehaben gar keinen andern Nutzen als den, Personen undSachen auszuschmücken; und das Verdienst ihrer Schön-heit wird durch ihre Seltenheit, und durch die Schwie-rigkeit, die eö kostet, sie aus den Bergwerken zu zie-hen , sehr vergrößert. Daher machen, von ihren Prei-sen, die beyden Bestandtheile, Arbeitslohn und Kapi-ralgewinnst, beynahe das Ganze aus. Die Rente desGrundes und Bodens, wo sie gebrochen werden, hatnur einen kleinen Theil daran; oft gar keinen: indemnur die allelergiebigsien Diamantminen dem Eigenchü-.
mer