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1 (1799)
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Vorlesungen besuchten. Und diese Anzahl wird nichtübertrieben scheinen, wenn man bedenkt, daß es dieSchüler sind, die aus einer großen Stadt, zu einemberühmten Lehrer, und zum Unterrichte in derjenigenWissenschaft zusammenkamen, welche man damahls fürdie unentbehrlichste unter allen hielt. Jede solche Ver-lesung Muß ihm also tausend Minen, oder ?,zzz PfundSurling, 6 Schillinge, 8 Pfennige (21,288 Rthlr.)gebracht haben. In einer andern Stelle, beymPlucarch, werden ausdrücklich tausend Minen für feingewöhnliches Honorar , oder das, was er für einenvollständigen Unterricht in seiner Kunst erhielt, ange-geben. Mehrere andre berühmte Lehrer der damahligenZeit scheinen große Reichthümer erworben zu haben.GorgiaS schenkte in den Tempel des delphischen Apollseine goldue'Bildsäule, die ihn selbst vorstellte. Frey-lich werden wir nicht annehmen dürfen, daß es eineBildsäule in Lebensgröße gewesen sey. - Die Lebens-art dieses GorgiaS, so wie dcS Hippias und Protago-raS, zweyer andern gleichzeitigen berühmten Gelehrten,wird vom Plato als sehr üppig und AuswandSvoll be-schrieben. Plato selbst soll mit einer gewissen Prachtgelebt haben. Aristoteles, nachdem er schon der Erzie-her Alexanders gewesen war, und, nach dem überein-stimmenden Zeugnisse aller Geschichtschreiber, sowohlvon ihm, als von dessen Vater, königlich war belohntworden, hielt es dennoch der Mühe werth, nach Athenzurückzukehren und daselbst einen Lehrstück zu eröffnen»Ohne Zweifel waren Lehrer der Wissenschaften in diesemZeitalter noch nicht so häufig, als sie zwey Menschen-alter spater wurden. Und sobald dieses geschah, ver-minderte die wachsende Concurrenz wahrscheinlich, so-wohl