Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
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182
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scheinliche Erfahrung. Bey den meisten Manufakturenkann der, welcher sein Handwerk versteht, ziemlich ge-wiß seyn, das ganze Jahr hindurch, einen Tag wie denandern, Arbeit zu bekommen. Ein Maurer hingegen,oder Dachdecker, kann weder bey hartem Frost, nochbey anhaltendem Regenwetter arbeiten: und zu ollenZeiten hangt von den zufälligen Bauten, die bey sei-nen Kunden vorfallen, ab, ob er Arbeit haben soll odernicht. Er ist folglich oft der Gefahr ausgesetzt, ohneArbeit zu seyn. Was er sich demnach in der Zeit, da«r beschäftigt ist, verdient, muß ihn nicht nur währendder Zeit, da er müßig ist, unterhalten, sondern ihmauch einigermaßen die Sorgen und Bekümmernisse ver-güten, welche eine, so sehr von Zufällen abhängige Le,bensart, ihm in gewissen Augenblicken verursachet.Wenn der Verdienst der meisten Manufacturisten, durchsganze Jahr zusammen gerechnet, nicht viel mehr aufden Tag, als gemeines Tagelohn, giebt: so muß derLohn der Maurer und Dachdecker, gemeiniglich andert-halb , bis zweymahl so viel betragen. Da wo gemeineArbeiter, die Woche hindurch, vier und fünf Schillinge,(i Rihlr. 8 ggr. und , Rthlr. ,6 ggr.) verdienen: kön-nen es Maurer und Dachdecker oft auf sieben bis acht(2 Rthlr. 8 ggr. bis 2 Rthlr. ,6 ggr.) bringen; und dawo die erster», wie in London, nenn bis zehn Schillingeverdienen, verdienen die letztem fünfzehn und achtzehn, Und doch scheint unter aller erlernter Arbeit, keineleichter und kunstloser zu sey» , als die Maurer- undDachdeckerarbeit. In London verrichten, wie man sagt,oft die Sänftenträger, während des Sommers, Mau-rerarbeit. Der hohe Lohn also, welchen sie erhalten,ist nicht sowohl die BelcHmmg ihrer großem Geschick-

lich-