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schastigung selbst angenehm oder unangenehm ist; zwei-tens, ob sie sich leicht und wohlfeil, oder schwer undmit Kosten erlernen läßt; drittens, ob sich zu derselbenzu jeder Zeit, oder nur zu gewissen Zeiten, Gelegenheitfindet; viertens, ob dabey ein größeres oder geringeresVertrauen auf die Person, die sie treibt, gesetzt wer-den muß; endlich fünftens, ob das Gelingen der Ar-beit wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist.
Erstlich: der Lohn einer Arbeit ist größer oder ge-ringer, nachdem sie leicht oder schwer, angenehm oderverdrüßlich, reinlich öder unreinlich, ehrenvoll oderentehrend ist. So bekömmt, au den meisten Oertern,ein Schneidergeselle, der auf Tagelohn arbeitet, weni-ger, als ein Tuchmacher. Die Arbeit des ersten istweit bequemer. Ein Tuchmachcrgeselle bekömmt we-niger, als ein Schmidebursche. Die Arbeit des erstenist nicht immer leichter, aber sie ist weit reinlicher. EinSchmid, ob er gleich ein erlerntes Handwerk treibt,verdient sich in zwölf Stunden selten so viel, als einSteinkohlengraber, der eine bloße Tagelöhnerarbeik ver-richtet. Aber die Arbeit des ersten ist nicht ganz soschmutzig, bey weitem nicht so gefährlich, und wird beyTageslichte und über der Erde getrieben. — Bey allendenjenigen Professionen, die nächst dem Gewinne, aucheine gewisse Ehre bringen, macht diese Ehre einen Theilihrer Belohnung aus: das Verächtliche und die Nie-drigkeit andrer Beschäftigungen thut bey ihnen die ent-gegengesetzte Wirkung. Das Fleischerhandwerk ist we-gen der Fühllosigkeit und Grobheit', welche seine Arbei-ten vorauszusetzen scheinen, den meisten Menschen ver-haßt; aber es ist, an den «reisten Oertern, einträgli-cher,