Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
171
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Handel zu gewinnen, als mau für erborgtes Geld auZinsen zahlt, heißt in Großbritannien, ein ehrlicher,mäßiger, räsonnabler Gewinn; Ausdrücke, die,nach meiner Meinung, nicht mehr und nicht wenigersagen wollen, als daß es der gemeine, oder ein gewöhn--lieber Gewinnst ist. In einem Lande, wo gewöhnlicherWeise, acht bis zehn vom Hundert bey Geschäften ge-wonnen wird, mag es billig, oder, wie man sagt, ra-sonnabel scheinen, wenn das Geschäfte mit fremdemGelde getrieben worden ist, dem Verleiher dieHälfte des Gewinnstes, als Zinsen zu bezahlen. DasKapital wird, auf Gefahr des Borgers , in dem damitbetriebenen Gewerbe angelegt; und wird durch diese»dem Verleiher gleichsam affecurirt. Vier oder fünfvom Hundert mögen hier vielleicht hinlänglich seyn, denBorger, sowohl für diese übernommene Gefahr, alsfür die bey der Anlegung der Gelder anzuwendende Ar-beit und Mühe, schadlos zu halten. Ein ganz an-deres Verhältniß aber findet, zwischen den Gewinnstendes Gewerbsmannes, und den Geldzinsen des Geldver-leihers, in einem Lande statt, wo jene Gewinnste selbstfür gewöhnlich höher, oder niedriger, als die oben er-wähnten sind. Sind sie nehmlich niedriger: so kannvielleicht nicht die volle Hälfte davon dem Geldausleiher,ohne Schaden des Gewerbsmannes, zugestanden wer-den ; sind sie höher: so mag dieser vielleicht sichmehr als die Hälfte zueignen können.

In Ländern, welche im Fortschreiten, und zwarin einem schnellen Fortschreiten zu Reichthum und Wohl-habenheit sind, kann der niedrige Gewinnst, mit wel-chem sich die Kapitalisten begnügen müssen, dem hohen