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1 (1799)
Entstehung
Seite
169
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des gelegentlich sich ereignenden Verlustes, bey Seitegelegt hat. Nur der reine Gewinnst ist es, wel-cher bestimmen kann, wie hohe Geldzinse der Borgerdem Ausleiher zu zahlen im Stande ist.

Auf gleiche Weise muß die übliche kleinste Geld«zinse etwas mehr betragen, als nöthig ist, um den Ver«lust, welchem man beym Geldausleihen, von Zeit znZeit, unvermeidlich ausgesetzt ist, zu ersetzen. Waredieß nicht: so wäre bey diesem Geschäfte gar kein Vor-theil ; und Freundschaft oder -Mildthätigkeit wären dieeinzigen Gründe, die jemand bewegen könnten, Geld zuverleihen.

In einem fände, wie wir es oben geschildert haben,welches das volle Maß der ihm möglichen Reichthümererlangt hat, und wo in jedem Gewerbözweige die größ-ten, darin anwendbaren, Kapitalien wirklich angelegtsind; würden,> so wie der Gewinnst in den Gewerbenäußerst klein seyn müßte auch die Zinsen ausgelich-ner Kapitalien so niedrig seyn, daß nur die reichstenLeute, ohne andre Geschäfte, bloß von den Zinsen ihresGeldes würden leben können. Alle die, welche ein mit-telmäßiges oder kleines Vermögen besäßen, würden ge-nöthiget seyn, ihr Kapital selbst auf irgend eine nutzbar«Weise anzulegen. Fast jedermann würde ein Gewerbetreiben, oder sich in irgend ein Geschäfte, das ihm Ein«kommen verschaffte, einlassen müßen. Die ProvinzHolland scheint sich diesem Zustande zu nähern. Es istdort gewissermaßen UUModisch, geschäftloS zu seyn.Die Nothwendigkeit macht GewerbSarbcit zur Gewohn-heit ; und die Gewohnheit bestimmt an allen Orten,das, was für anständig oder für ehrenvoll gehalten wer-

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