Ihre Waaren kosten ihnen weniger, und gehen zu hö-her» Preisen ab. Ihre Gewinnste werden ihnen, so zusagen, an beyden Enden vermehrt, und sehen sie alsoin Stand, auch höhere Geldzinsen zu bezahlen. —Wir sehen aus den großen Reichthümern, die in Ben-galen und andern englischen Besitzungen in Ostindien,so schnell erworben werden, daß in diesen zu Grunde ge-richteten Landern, sich mit Handel und Gewerbe sehrviel muß verdienen laßen; und die Ursache ist: weildem Arbeiter daselbst ein so geringer Lohn bezahlt wird. —Der Zinsfuß ist auch dort diesen Verhältnissen gemäß.In Bengalen wird den Landpachkern Geld, oft zu vier-zig, fünfzig, ja sechzig vom Hundert, geliehen, unddie nächste Ernte, wird für die Zurückzahlung des Dar-lehns mit den Zinsen, verpfändet. — Wenn die Ge-Wiimste des Pachters so groß seyn sollen, daß er seinenGläubigern diese ungeheure Zinse für ihr Geld bezahlenkann: so müssen sie die Rente des GrundeigenthümerSmit verschlingen; aber auch dcr Gewinnst des Pachtersselbst, muß durch so wucherhafte Darlchne aufgezehrtwerden. — Kurz vor dem Falle des römischen Frey-staatS, scheint, in den Provinzen, unter der verwüsten-den Verwaltung der römischen Befehlshaber, ein ähnli-cher Wucher sehr gemein gewesen zu seyn. Der tugend-hafte Brutus lieh, wie wir anö den Briefen des Ciceroerfahren, sein Geld in Cypern auf acht und vierzig vomHundert aus.
In einen: Lande, welches zu dem vollen Reichthu-ms gekommen ist, den es, vermöge der Fruchtbarkeitseines Bodens, seines Klimas und seiner Lage, gegenandre Länder, erwerben kann, — in einem Lands,
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