iLz
pital nn't großen Gewinnsten. Geld, sagt das Sprich.Wort, macht Geld. Hat man einmahl etwas wenigeserworben: so ist es oft nicht schwer, damit einen großemErwerb zu machen. Aber jenes wenige zri erwerben,das macht dem Menschen, welcher gar nichts hat, diegrößte Schwierigkeit. Auf welche Weise die Vermeh-rung des Nationalvermögens, mir der Vermehrung desFletßcs bey einer Nation, oder der Nachfrage nach Ar-beit, zusammenhängt, darüber habe ich schon oben eini-ge Erläuterungen gegeben. Es wird aber unten nochvollständiger aus einander gesetzt werden, wenn von demEntstehen der Kapitalien, durch Anhäufung der Vvrrä-khe, die Rede seyn wird»
Zuweilen kann selbst in einem Lands, dessen Reich-thümer schnell wachsen, durch das Hinzutreten einesneuen Gebiekhs, oder durch neu entdeckte Gewerbs-zweige, der Gewinnst, welchen Kapitalien bringen,und mit ihm der Zinsfuß von Darlehnen, plötzlich stei-gen. Da alsdann für die, durch solche neue Erwer-bungen , erweiterten Geschäfte in ihrem ganzen Umfan-ge, das Kapital des Landes nicht mehr Zureicht: so wirdes nur denjenigen Gewerben zugewandt, welche den mei-sten Vortheil bringen. Ein Theil der Kapitalien, diesonst in andern Gewerben angelegt waren, werden ausdiesen herausgezogen, und auf die neuen gewandt, wel-che mehr Gewinnst bringen. In diesen alten vermindertsich also die Concurrenz. Der Markt wird mit verschied-nen Sorten Waaren nicht hinlänglich versehen. IhrPreis steigt, und die, welche damit handeln, sehen alsoihre Gcwinnsie vermehrt, und sind daher auch im Stan-de, für das Kapital, welches sie borgen, höhere Zin-
L 2 sen