Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
154
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Kapitalien vieler Kaufleute in demselben Handelszweigeangelegt werden: so muß nothwendig die daraus entste-hende Eoncurrenz den Erfolg haben, ihre Gewinnstekleiner zu machen; und wenn diese Zunahme der Kapi-talien sich über alle Zweige der Gewerbe und des Han-dels , die in der bürgerlichen Gesellschaft getrieben wer-den, erstreckt: so muß auch der Gewinn aller Kapitali-sten überhaupt sich vermindern.

Ich habe schon angemerkt, daß es nicht leicht ist,selbst für einen einzelnen Ort, und eine bestimmte Zeit,die Frage zu beantworten-, wie hoch an diesem Orte,zu dieser Zeit, der Arbeitslohn sey. Selten kön-nen wir zur Beantwortung derselben mehr thun, als dengewöhnlichen Arbeitslohn angeb n. Aber in 'Absichtder Kapitalgewinnsie, ist auch dieses Gewöhnlicheselten zu bestimmen. Die Gewinnste, welche jede An-legung eines Kapitals abwirft, sind so schwankend undveränderlich, daß oft selbst der, welcher ein gewissesGewerbe treibt, nicht bestimmt zu sagen weiß, wie vielsein jährlicher Gewinnst im Durchschnitt betrage. Nichtbloß die Abwechselungen in den Preisen der Waaren,mit welchen ee handelt, sondern auch das bessere, oderschlechtere Glück seiner Mitwerber, das Glück seinerKunden, und tausend andre Zufälle, deren Kaufmanns-güter, weil» sie zu Lande oder zu Wasser verführt, undselbst, wenn sie im Waarengewölbe aufbewahret werden,ausgesetzt sind, haben auf seinen Gewinnst Einfluß.Dieser ändert sich also nicht bloß von Jahr zu Jahre,sondern von Tag zu Tage, und selbst von Stunde zuStunde. Weit schwerer noch muß eS ftyü, zu be-stimmen, was in den sämmtlichen Gewerben eines gros-sen