Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
133
Einzelbild herunterladen
 

Standes in England, genährt werden. Diese Verschie-denheit in der Art ihres Unterhalts ist nicht der Grund,sondern die Felge von der Verschiedenheit ihres Arbeits-lohns ; obgleich durch ein seltsames Mißverständnis:,das Gegentheil von sehr vielen behauptet wird. Nichtdeswegen, weil der eine Mann Kutsche und Pferde halt,indeß sein Nachbar zn Fuße geht, ist jener reich unddieser arm: sondern weil jener reich ist, halt er sichKlitsche und Pferde, und weil dieser arm ist, geht erzu Fuße.

Wahrend des vorigen Jahrhunderts, war, emJahr inS andre gerechnet, das Getreide in beyden Thei-len der brittischen Monarchie theurer , als in dem jetzi-gen. Dieß ist eine Thatsache, die keinen vernünftigenZweifel zuläßt; und die in Absicht Schottlands, womöglich , noch durch klarere Beweise dargethan wordenist, als in Absicht Englands. In Schottland beruhtihre Gewißheit auf dem Zeugnisse der so genanntenFiars, oder der nach eidlichen Aussagen abgefaßtenjährlichen Preislisten für alle Getreidearten, die in jederschottischen Grasschaft zu Markte kommen. Wenn einsolcher' vollständiger Beweis noch unterstützende Gründenöthig halte: so würde ich hinzusehen, daß in Frank-reich , und wahrscheinlich durch ganz Europa derselbeFall statt gefunden hak. Aber eben so gewiß, als dasBrot in beyden vereinigten Königreichen unsrer Insel,im vorigen Iahrhui .er.-e theurer war, als im jetzigen:eben so gewiß war die 'Arbeit wohlfeiler. Konnte alsodamahls, ein arbeitsamer Armer eine Familie groß zie-hen: so muß er jetzt dieß mit noch weit mehr Bequem-lichkeit thun können« Im vorigen Jahrhunderte, ivar

I 3 Ln