Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
129
Einzelbild herunterladen
 

129

Gegenwärtig ist in Großbritannien der Tagelohnaugenscheinlich größer, als zu dem Unterhalt eines Man-nes und seiner Familie durchaus nothwendig ist. Umüber diesen Punkt aus der Ungewißheit zu kommen,wird es nicht nöthig seyn, sich in weitläufige, und dochimmer zweifelhafte Berechnungen darüber einzulassen,welches die kleinste Summe sey, von welcher ein Mannleben, und Kinder groß ziehen könne. Klare und indie Augen fallende Thatsachen beweisen uns, daß ankeinem Orte unsers Landes der Tagelohn, nach der nie-drigsten Taxe, wobey der Mensch gerade nur bestehenkann, bestimmt sey.

Zuerst finden wir, fast durch ganz Großbritannienseinen Unterschied zwischen dem Sommer- und Winter-tagelohn. Im Sommer ist er immer am höchsten.Nun erfordert aber der Unterhalt einer Familie, imWinter, wegen der unentbehrlichen Feuerung, den mei-sten Aufwand. Wenn also der Arbeitslohn dann amhöchsten ist, wenn die Ausgaben des Arbeiters die klein-sten sind: so scheint es klar, daß er sich nicht nach dem-jenigen richtet, was zu diesen Ausgaben unentbehrlichist, sondern nach der Quäntitat, und dem geglaubtenWerthe, des durch die Arbeit zu Stande gebrachtenWerks. Man kann freylich sagen: daß ein Arbeitereinen Theil des im Sommer erworbenen Lohns aufsparenmüsse, um seine Winterausgaben zu bestreiken; unddaß also der Lohn des ganzen Jahres nicht mehr als ge-rade hinlänglich sey, ihm und seiner Familie durchsganze Jahr, Unterhalt zu verschaffen. Indessen würdedoch ein Sklave, oder ein von uns, in Absicht seinerErhaltung, durchaus abhängender Mensch, nicht aufSmich Unters, r. Th. I ^i.ft