40
einem ganzen Schaft beträgt. Selten könnte er es soeinrichten, daß er eine geringere Quantität kaufte, weiles ihm selten möglich wäre, das, was er dafür gebenwollte, ohne seinen Schaden zu theilen. Ware er wil-lens , mehr zu kaufen: so müßte es sich gleich bis aufdas Doppelte und das Dreyfache seines ersten Einkaufserstrecken, um mit zwey oder drey Ochsen, oder miteben so vielen Schafen bezahlen zu können. Hatte erhingegen an der Stelle seiner Ochsen und Schafe, Me-talle zum Tausche anzubiethen gehabt, so hätte er dieQuantität der Waare, welche er erhandelte, genau derGröße seines Bedürfnisses anmessen können.
Nicht alle Nationen haben zu dem Endzweck, wo-von hier die Rede ist, einerley Metalle gebraucht. Ei-sen war das bey den Spartanern eingeführte Werkzeugdes Handels; Kupfer war es bey den allen Römern;und Gold und Silber sind cö bey allen reichen und han-deltreibenden Nationen.
Ursprünglich sind diese Metalle wahrscheinlich inihrem rohen Zustande als Barren, ohne Gepräge, ohneirgend etwas einer Ausmünzung ähnliches, zudem be-sagten Endzwecke angewandt worden. So erzählt unsPliuius, auf das Zeugniß eines alten Geschichtschrei-bers Timäus, daß, bis auf die Zeiten des ServiusTullius, die Römer kein gemünztes Geld hatten, son-dern sich ungestempelter Kupferstangen zu ihren Kaufen»ind Verkäufen bedienten. Auch nech zu unserer Zeitwerden Gold- und Silberbarren anstatt des Geldes ge-braucht.
Dieser Gebrauch der Metalle in ihrem rohen Zu-stande , hakte eine doppelte Unbequemlichkeit: erstlich
die,