kennten. Und doch ist die Verfertigung eines Nagels,noch bey weitem nicht eine der einfachsten Handwerks-operationen. Derselbe Mensch inuß das Geblase be-sorgen, muß das Feuer, so vsr es Noth thut, anschü-ren, oder neue Kohlen zulegen, muß das Eisen glühendmachen, und olle Theile des Nagels schmieden. Wenner den Kopf des Nagels schmiedet, ist er so gar genö-thigt , neue Werkzeuge zur Hand zu nehmen. Dieverschiedenen Operationen, in welche die, zu Verfer-tigung einer Nadel oder eines metallenen Knopfes nö-thigen Arbeiten vertheilt sind, sind sämmtlich weit ein-facher; und die Fertigkeit einer Person, die ihr ganzesLeben hindurch kenn anderes Geschäft, als dieses getrie-ben hat, ist gewöhnlicher Meise weit größer. In derThat werden einige Operationen der genannten beydenManufakturen mit einer Geschwindigkeit gemacht, diejedem, welcher nicht Augenzeuge davon gewesen ist,unglaublich scheint.
Zweytens, der Vortheil, welcher dadurch erhal-ten wird, wenn man die Zeikversäumniß des Übergan-ges von einer Arbeit Zur andern, ersparen kaun, istweit größer, als man beym ersten Anblicke denken sollte.Es ist unmöglich, mit Arbeiten, deren jede an einemandern Orte, und mit ganz andern Werkzeugen virrich«tet werden muß, sehr geschwind zu wechseln. Ein Lein-weber auf dem Lande, der zugleich ein kleines Gütchenbewirthschaftet, verliert einen guten Theil seiner Zeitdamit, vom Felde zu seinem Weberstuhle, — undvorn Webersiuhle aufs Feld zu gehen. Wenn die bey-den Gewerbe in demselben Arbeitshaufe getrieben werdenkönnen: so ist freylich der Zeitverlust geringer, aber
auch