Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
11
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lur steigt, je vollkommener der Kunstflelß in demselbenwird: desto weiter geht auch die Abtheilung und Treu-nung der Gewerhsanen. Was unter einem noch rohenVolte , und in einem noch wenig gebildeten Zustandeder Gesellschaft das Werk eines einzigen Menschen ist,macht in einer betriebsamen und verfeinerten Nation dieArbeit von vielen aus. Zsn jedem Staate, welcherFottschritte in der Civilisation gemacht hat, ist der la-d-w-rth nichts weiter als Landwirth, und der Handwerkernichts weiter als Handwerker. Selbst diejenigen Arbei,ten, welche zu vollständiger Verfertigung eines einzigenFabrikars gehören, sind bey ihm fast immer unter eineMenge von Händen getheilt. Wie viele von einanderabgesonderte Gewerbe sind nicht mit der Verarbeitungder Leinen - und Wollen-Waaren beschäftigt, von demLandwirthe an zu rechnen, der den Flachs erzeugt, unddie Schafmfken unterhält, bis auf den Bleicher undMangelmeister, der an die Leinwand,- oder bis aufden Färber und Bereiter, der an das Tuch die letzteHand legt! Der Ackerbau macht hierin allein eineAusnahme, Die Natur desselben erlaubt es nicht, daßdie verschiedenen zu ihm gehörigen Arbeiten so von ein-ander abgesondert, und daß jede derselben einer eigenenKlasse von Menschen anvertrauet würden, wie bevdes inManufacturarbeiten so gewöhnlich ist. Die Beste!-»lung des Getreidefeldes kann von der Cultur und Be-nutzung der Weideplätze nicht dergestalt getrennt werden,daß der eine Mann ein bloßer Ackersmann , der andersein Wiesenbaues sey» könne, so wie der eins Mann einZimmer mann, der andre ein Schmid ist. Gemei-niglich ist der Spinner eine andere Person, als der We-her: «Herder, welcher das Feld pflügt, den Acker eggt,

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