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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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50 .

Es ist Pflicht, Religion und Religiosität zuverbreiten.

Zweite Pfingst.Betrachtung.

Matth. 28/ IS. 20 .

Zieht hi» / zieht hin in alle Welt/

Und lehret alle Heiden!

Sprach Christus. Jeder ging/ ein Held/

Für Gottes Wort zu leiden;

Und Jeder/ seinem Jesu gleich/

Verbreitete das Himmelreich.

Geist Gottes/ gib/ auch uns gib Kraft/

Das Gottesreich zu mehren/

Das Reich der Sund' und LeidenschaftIn Andern zu zerstören/

Und Glauben zu verbreiten hier:

So -nd wir Christi Jünger / wir!

Äie christlichen Kirchen begehen mit höherer Feierlichkeit denTag der Pfingsten; er ist ihr eigener Stiftungstag. DieJünger Jesu, ergriffen und erleuchtet vom Geist Gottes, faßtenan diesem Tage zum erstenmal den großen Muth, die neueReligion öffentlich vor dem Volke zu predigen. Sie predigten denGlauben an Jesum in derselben Stadt, aus welcher erst einigeWochen vorher Christus hinausgeschleppt war, einem Verbrechergleich, um auf Golgatha sein Leben auszuNuten; sie predigtenvor demselben Volke, welches erst wenige Wochen vorher dasKreuzige! Kreuzige! über den Göttlichen geschrien hatte, denes jetzt verehren lernen sollte.

Und sie gingen hinaus in alle Welt, wie ihnen ihr hoch-erhabener Meister befohlen hatte, und verkündeten den entferntenVölkern die fröhliche Botschaft von dem durch Jesum gegründetenReich der Gottheit auf Erden. Sie gaben den Bekehrten dieEinweihung durch die sinnbildliche Handlung der Taufe. Dochnicht die Taufe allein machte den Juden und Heiden zum Chri-sten, sondern das Leben im Geiste Jesu. Denn Christus, derWelterlöser, ehe er sich im vollendeten Triumph über die Erdeemporschwang, hatte seinen ersten Schülern nicht bloß geboten,

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