davon hinweggewälzt. Traurig blickten sie in die leere Gruft.Sie flohen mit Entsetzen vor der unerwarteten Erscheinung, umes den Jüngern zu melden. Der Morgen dämmerte. Plötzlich> stand auf dem einsamen Felde Christus vor den Weibern. Sieerkannten ihn, und sanken mit Grauen zu seinen Füßen nieder.Aber Christus erhob sie, und befahl ihnen, was sie gesehen, seinenJüngern zu verkünden.
Petrus und Johannes eilten eben so zur zersprengten Gruft,um sich von dem Wunder zu überzeugen. Sie sahen sie offen,sahen noch das Leichentuch, mit welchem das Haupt des Ver-storbenen umwunden gewesen war.
Erstaunen und banges Erwarten herrschte nun im Kreiseder Jünger, die furchtsam beisammen wohnten, zitternd vor derWuth des jüdischen Volkes. Denn in Jerusalem hatte man aus-gebreitet, der Leichnam Jesu sei von seinen Freunden aus demGrabe geraubt worden, daß sie sagen könnten, Christus wäreauferstanden.
Zwei derselben reiseten mit einander eines Tages nach demFlecken Emahus, sechszig Feldwegs weit von Jerusalem. Undindem sie sich von den außerordentlichen Begebenheiten dieserZeit unterhielten, voller Traurigkeit, nahete Jesus ihnen undwandelte an ihrer Seite. Sie sahen ihn; und wie er mit ihnenredete und auf die Weissagungen zurückdeutete, welche die Auf-erstehung des Messias verkündet hatten, brannte ihr Herz vonunbekannter Wonne. Aber — sie erkannten den erhabenenFremdling nicht. Sie erkannten ihn nicht, als er auf ihre Bitte,weil es Abend worden, bei ihnen einkehrte, bis er mit ihnenam Tische saß. Als er aber Brod nahm, und mit gen Himmelgewandten Augen dankete, es brach und ihnen gab, da wurdenihre Augen geöffnet, und sie erkannten den Geliebten Gottes.Und er verschwand vor ihnen.
Die Jünger wohnten in Jerusalem schüchtern beisammen.Sie hörten von diesen wunderbaren Erscheinungen, hofften, undzweifelten. Plötzlich, da sie bei verschlossenen Thüren sich vondem Göttlichen unterhielten, dessen Andenken ihr Gemüth er-füllte, stand er mitten unter ihnen. Sie hörten seinen wohl-