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48.
Weihe der Ostern.
Zweite Osterbetrachtung.
»r. 15/ SS —58.
Lr verließ mit Preis gekröntSein Felsengrab. Gott war versöhnet;Der Fluch vom Berge Sina schwieg.Dein Triumph / o Tod/ o Hölle/Besiegt seid ihr durch seinen Sieg!
Gr hat es groß vollbracht/
Das Werk der Gnad' und Macht! —Preis sei Jesu!
Nun fürchten wirDen Tod nicht! — Dir/
Dir/ Todvertilgcr/ folgen wir.
^Die Christen heiligen ihre Betrachtungen dem in allen Tempeln' feit Jahrhunderten gefeierten Auferstehungstage Jesu. Anbetend§ sinke ich mit ihnen im Geiste vor dem Throne des Allerhöchstenrrieder, und verehre bewundernd seine Macht und Größe und seine> unendliche Gnade für das Menschengeschlecht. Ich lese mit einerEmpfindung von Furcht und Entzücken die Erzählungen der hei-ligen Schrift von Jesu verherrlichtem Wiedererscheinen nach seinemTode. Es wehet mich aus diesen Erzählungen ein fremder Geistmn. Ich fühle das freudige Erschrecken der Jünger beim Wieder-erblicken ihres verloren gewähnten Jesus. Ich fühle ihre Begei-sterung, aber auch ihre Wehmuth; denn Jesus ist nicht mehr,wie sie ihn sonst liebten, der Mensch Ihresgleichen. Er schwebtvor ihnen göttlicher, verklärter, fremder, wie ein Wesen höhererArt. Er wohnt nicht mehr unter ihrem Dache: er besucht sie nurVon Zeit zu Zeit, unvermuthet, überraschend, und verschwindetwieder. Sie ruhen nicht mchr, wie sonst, mit kindlichem Ver-trauen an seiner Brust — er zeigt sich nur, um Worte des Frie-dens, der Hoffnung ihnen zuzurufen. Er scheint nicht mehr ihnen,nicht mehr dieser Welt anzugehören. Sie sollen den Schmerz desVerlierens noch einmal empfinden.
Maria Magdalena und Maria, als sie zu dem GrabeJesu Christi gekommen waren, fanden sie es eröffnet, den Stein