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Auch heutiges Tages mögen noch Viele sein, welche dasWunderbare dieser Begebenheit hinwegläugnen und bezweifeln,weil sie es nicht begreifen können. Sie finden vielleicht im Zwei-fel und Unglauben der Jünger und Jüngerinnen Jesu selber eineEntschuldigung ihrer Art zu denken.
Doch eben der Umstand, daß die, welche Zeitgenossen undpersönliche Bekannte Jesu Christi waren, sich keineswegs leicht-gläubig von den ersten Nachrichten Hinreißen ließen; eben derUmstand, daß seine eigenen Schüler das Wiedererwachen vomTode hartnäckig in Zweifel zogen, als sie den Auferstandenenmit eigenen Augen erblickten, seine Stimme mit eigenen Ohrenhörten, bis sie ihn berührt, die Narben seiner Wunden unter-sucht hatten, die er vom Kreuze trug, — eben dieser Umstandwird uns der treueste Bürge von der Redlichkeit ihres Sinnes,von der Glaubwürdigkeit ihrer nachmaligen Aussagen. Siezweifelten damals für uns, die wir viel zu spät leben, um dieWahrheit des Ereignisses so genau und zuverlässig prüfen zukönnen, wie sie. Ihre Ueberzeugung mußte daher auch dieunserige werden. Christus erschien Vielen. Alle stimmten vonda in ihren Überzeugungen zusammen. Jeder erzählte es aufseine eigene Weise; und die verschiedenen Nebenumstände, inwelchen sie von einander abweichen, beurkunden uns, daß Einerunabhängig vom Andern berichtete, Alles ohne vorausgegangeneVerabredung.
Wie ist das möglich? — Ich frage entgegen: Begreifst dudenn Alles was möglich ist? Begreifst du das Entstehen einesGrashalms, das Frühlingserwachen der Schöpfung, den Ur-sprung der Blumenpracht, welche Wiesen und Gärten schmückt,— den Ursprung des Blüthenglanzes, der sich an den erstorbenenZweigen der Gesträuche und Bäume verkündet?
Ueberhaupt führt das Zweifeln an dem, was uns imLeben Jesu Christi wunderhaft und unerklärlicherscheint, zu keinem Ziel. Daß Gott, zur Befestigung desGlaubens aller Jünger Jesu, Jesum erweckte, ist kein größeresWundrr, als was Jesus gelehrt und gethan hat; ist keingrößeres Wunder, als die schnelle und allgemeine Verbreitung