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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
429
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47 .

Der Christ am ersten Ostertage.

Erste Ofterbetrachrung.

Luk. 21/ 6 .

Nun ich weiß / an wen ich glaub«/

Nun ich fühl«/ Wahrheit/ dich:

ZesuS schwang sich aus dem Staub«/

Jesus lebt/ und lebt für mich

Zeig mir / Todesüberwinder/

Nur Dein off'nes Grab im Tod;

Und Dein Leben/ Heil der Sünder/

Tröste mich in jeder Noth.

Äie Jüngerinnen Jesu Christi, des Gskreuzigten, des Gestor-benen, kamen zu seinem Grabe im einsamen Felsengewölbe.Sie brachten Spezereien für den entseelten Leichnam ihres ge-liebten Herrn. Aber die Todtengruft war zu ihrem Erstaunenleer. Zwcen Männer in glänzenden Gewändern traten ihnenentgegen und sprachen:Was suchet ihr den Lebendigen bei denLobten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daranwie er euch sagte, da er noch in Galiläa war." Und sie gedachtenan seine Worte und gingen wieder vom Grabe, und verkündig-ten das Alles den Eilfen und den Andern allen.

Diese außerordentliche Begebenheit erregte das ErstaunenWer. Viele glaubten, Viele zweifelten. Selbst unter seinenJüngern blieben Zweifel waltend. Viele konnten sich nicht über-reden, daß er es sei, als sie ihn sahen.Ich bin kein Geist,"mußte er zu ihnen sagen;rührt mich an: ein Geist hat nichtFleisch und Bein." Und selbst da Alle von seiner Wiedererschei-nung überzeugt waren, und Alle seine Auferstehung dem bestürz-ten Thomas erzählten, wollte dieser ihnen nicht glauben. Erhielt lieber für wahrscheinlicher, daß sich seine Freunde getäuschthaben könnten. Erst da er den verstorbenen, wohlbekannten,geliebten Lehrer lebendig vor sich erblickte, und nun jeder Un-glaube thöricht gewesen sein würde, rief er: Mein Herr undmein Gott!"