schüft sieht er gleichgültig seinen Körper verderben, zu früh undin Schmerzen veralten und zum Grabe reifen. Aber ein andererMensch werden will er nicht, lieber den Tod.
So führt Verstocktheit gegen das Gute zum schaurigen Unter»gange, Viele zum Blutgerüst, Viele zum Selbstmorde. DerStarrsinn der Leidenschaft will fein Opfer.
Gott! Gott! gerechter Gott! Behüte uns vor diesem gräß-lichen Wahnsinn, er dringe durch die Übeln, leidenschaftlichen Ge-wöhnungen des Körpers zum Geist, oder durch heillose Grundsätzeoder heillosen Nichtglauben zum Körper!
Wie Mancher, wenn er dieses Blatt liefet, ist vielleicht aufdem Wege der eigensinnigen Widersetzlichkeit gegen das Bessereund Beglückendere. Er reift zum Verbrecher! Ein heiliger GeistGottes warnt — vielleicht zu spät! — Er liefet es und lächeltvornehm klug. Er liefet es und geht, um in seiner Sünde fort- >zufahren. Er hat nicht mehr die Macht, sich selber zu bemeistern.Die breite, glatte Bahn des Lasters geht abwärts. Er ist ver-loren. Ihn rettet kein Warnen seines guten Geistes mehr. Esist über den Sternen des Himmels ein vergeltender Gott! —Es ist hinter der Todesstunde für die Seele nicht Alles aus! —Wen rufe ich? — Er spottet lachend in seinem Wahnsinn; erwill sich verlieren und wird verloren.
Verloren? — Nein, allwissender Gott! wie darf dies cmMensch vom andern sagen mit Gewißheit? Nur Du, ewigerDurchforscher aller Herzen, weißt es allein, ob ein Menschcn-herz gegen alle Mittel der Besserung verschlossen bleiben wird.Vielleicht auch der dem Anschein nach Gefühlloseste hat nocheinige Empfänglichkeit für Tugend, Christenthum und Selbst-rettung! O gib ihm Kraft dazu! Leite Du ihn, Erbarmer,den Verirrten zu seiner Glückseligkeit, zur Erkenntniß seinerhöhern Würde, zur Versöhnung mit Dir durch Jesum Christumzurück! Amen.