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41.
DerChrist mit s e i n e n Gr u n d s ä tz e n imGedränge des gewöhnlichen Lebens.
Zweite Betrachtung.
Luk. 9/ 23.
Gib mir Gelegenheit, Dich, Herr, zu preisen,
Und daß ich Dein sei, Andern zu beweisen,
Und hilf, daß ich der Sünde Reiz und FreudeVorsichtig meide.
Laß, Herr, im Guten meinen Fleiß zu stärken,
Mich nützen Zeit und Ort zu edeln Werken;
Und fromm die That vollenden und besonnen.
Wie ich begonnen.
Was Du gebeutst, will Muth und Eifer heischen;
Doch soll mich nie der feige Vorwand täuschen,
Als sehr eS mir zu göttlichen Geschäften,
An Zeit und Kräften.
Ich will es! Ich will mich beherrschen lernen,
Will, was versuchend reizt, vo» mir entfernen,
Damit ich täglich über meine SinneMehr Macht gewinne.
sprach er zu ihnen Allen: Wer mir folgen will, der ver-läugne sich selbst, und nehme sein Kreuz auf sich täglich, undfolge mir nach.
Allerdings sind jene frommen Rührungen, welche uns inStunden der Andacht, der Reue, oder großer und ernsterSchicksale bewegen, nichts weniger als zu verachten. Sie gebenunserer Seele eine erhöhte Kraft, und befördern in uns dieNeigung wie den Muth zum Guten.
Aber doch müssen wir in göttlichen Dingen den Gefühlendes Herzens eben so wenig, als in weltlichen Dingen, die Herr-schaft einräumen. Denn wer seine Tugend nur auf sie stützenlassen will, hat einen leicht zerbrechlichen Stab gewählt. UnsereGefühle selbst hängen weniger von der Kraft des Geistes, alsvon der eigenthümlichen Beschaffenheit des Körpers ab. Und