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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
359
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ausbrach. Vernichtet sollte er werden, damit das Gesetz Mosisnicht unter der neuen Lehre verderbe. Der Pöbel wüthete aber-mals : Stephanus ward mit Steinen zerschmettert, bis er denGeist aufgab. Umsonst; Jesu Wort siegte, denn cs sollte währenbis in die Ewigkeit. Und der schrecklichste aller Verfolger desChristcnnamens, ein Mann von Mitteln, großer Beredsamkeit,unterstützt durch alle jüdischen Parteien, bekleidet mit dem römi-schen Bürgerrecht Saulus, der die Anhänger Jesu auch 'aus ihren geheimsten Schlupfwinkeln hervorzuziehen wußte, erselbst mußte Gottes Werkzeug werden zur Verbreitung der Jesus-lchren. Er selbst, überwunden, ward der Bruder, der Beschützer,der Fürsprecher derer, die er einst verfolgt hatte, und trug mitihnen ihre Leiden, litt mit ihnen ihren Märtirertod für die Wahr-heit des göttlichen Wortes.

Je mehr sich die Zahl der Christen vergrößerte, je allgemeiner,je strenger ward ihre Unterdrückung. Sie mußten Vaterhaus undVerwandte, Freunde und Vaterland verlassen ausgestoßen,wie Verbrecher, unter fremden Völkern umherirren; aber dieswar Gottes Wille, dies die weise Leitung der ewigen Vorsehung.Unter Nationen, die den Namen Jesu nie vernommen, erscholler nun zum erstenmal. Die Heiden verließen ihre Tempel, ihreGötter, ihre wollüstigen Feste, und beteten zum Ewigen, zun«Schöpfer des Weltalls, zum Geist der Geister. Mächtige nah-men Knechtsgcstalr an; Reiche warfen Gold und Purpur vonsich, um Jesu Diener zu werden und die göttliche Lehre zrepredigen. Je mehr Verfolgung, je mehr Ausbreitung; je mehrScheiterhaufen und Martirerlode, je mehr der entzückten Be-kenner; je mehr Untergang einzelner frommer Gemeinden, jemehr Aufblühen des christlichen Glaubens.

Kriege verwüsteten die Welt. Die Völker der Erde, voneinem unbekannten Geiste getrieben, von einer unwiderstehlichenMacht gezogen, wandelten bewaffnet durch einander; verdrängteneinander aus den tausendjährigen Wohnsitzen; stifteten mit ihrenblutigen Schwertern neue Reiche. Das prachtvolle Jerusalemward ein schauerlicher Steinhaufen; das wellbeherrschende, kaiser-liche Rom ging unter, und Barbaren versteigerten den Thron