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Die Ewigkeit des göttlichen Wortes. -
Luk. 2 t, 33.
Eh' wird der Weltenbau in nichts verwehen,
Als, Herr und Gott, Drin hcil'ges Wort vergehen;
Es wirkt, den Geistern Segen zu bereiten,
Durch Ewigkeiten.
Aoch stand das herrliche Jerusalem in seiner bewunderten Ma-jestät; noch glänzte des Tempels Heiligthum von uralter Pracht;und Israel wallfahrtete aus fernen Gegenden dahin, dem JehovaSühn- und Brandopfer darzubringen; noch herrschte Friedenund Ruhe im ganzen jüdischen Reiche — wer hätte den Unter,gang der großen, weltberühmten Stadt, wer die Vernichtungdes prächtigsten aller Heiligthümer im weiten Morgenlande, werdie gänzliche Auflösung und Vernichtung einer Nation ahnensollen, die unter ihren Königen einst große Reiche beherrscht underschüttert hat?
Jesus, der Gottmensch, wandelte einst mit seinen wenigentreuen Freunden durch Jerusalems königliche Straßen. VorAllem fesselte ihre Bewunderung die außerordentliche Schönheitund Pracht vom Gebäude des Tempels. Sie blieben stehen, vollangenehmen Erstaunens, wie ein Kunstwerk dieser Art empfin-dungsvollen Anblick einzuflößen pflegt. Sie zeigtem ihrem Lehreralle die Herrlichkeit; denn sie kannten seine Theilnahme an allenihren kleinen Empfindungen.
Aber Wehmuth umdunkelte das Angesicht des Erhabenen.Er sah nicht die vom Golde strahlenden Gewölbe und Zinnen,die Säulen von köstlichem Gestein — er sah Schutt und Trüm-mer und Graus. Dann wandte er sich zu seinen heiligen Zög-lingen, und weissagte den nahen Verfall dieses Tempels, dieserreichen Paläste, die Verödung dieser volkreichen Straßen, denUntergang dieses noch blühenden Reiches.
Und furchtbar ging, ehe sein Jahrhundert vollendet war,die Prophezeihung des Messias in Erfüllung. Roms Heere zer-trümmerten Jerusalem im blutigsten Kriege. Nicht ein Stein