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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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Beständigkeit des Christen.

Offenb. Joh. 2, io.

Sei stark, mein Geist/ in jedem Leiden,

Dein Glaube kämpfe ritterlich!

Gei stark/ das Laster stets zu meiden!

Im Kampf die Kraft vollendet sich.

Gei stark! Gott nennt die UebcrwinderAn jenem Tage seine Kinder/

Setzt sie auf feines Sohnes Thron;

Kein Engel kann die Freude denken/

Die Jesus wird dem Sieger schenken.

Sei stark! Gott selber ist dein Lohn!

^Zst Schönheit eine zarte, leicht verwelkende Blume; Reichthumein eitler Staub, der nie das Herz vollkommen froh machen kann;Hoheit, Würde, Ansehen, Ruhm ein Traum, den oft der Neid,oft die Verleumdung, immer der Tod löset; ist Tugend nurdas schönste, dauerhafteste aller Güter, durch welches erst dieübrigen irdischen Annehmlichkeiten Werth empfangen, und welches,wenn sie alle fehlen, alle ersetzt woher denn nach diesemallein wahren, nach dem edelsten aller Güter der Erden - undGeisterwelt ein so geringes Streben? Warum kämpfen nicht umdie Wette alle Sterblichen nach diesem höchsten Ziel?

Ach, eine unselige Verblendung bethört die Meisten! DesGeistes Unwissenheit, des Gemüthes Rohheit macht sie gegen dasGöttliche in ihrem Beruf gefühllos. Sie erkennen es nicht; sicvermuthen es kaum. Ihrer Viele, den Thieren gleich, leben, umnur Hunger und Durst zu stillen, Hitze und Kälte abzuwehren.Und wenn sie es hoch bringen, wenn sie erhabener zu seinglauben, als das Thier: so läuft es darauf hinaus, daß sieeine Kunst daraus machen, den Gaumen mit Leckerbissen zukitzeln, und in feinen Gewändern, in bequemer» oder köstlicher»Wohnungen sich gegen die Witterung zu schützen.

Wohl wissen sie auch von Religion, von Tugend sie hörenja diese schönen Namen so oft. Aber es fällt ihnen nicht bei.