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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
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36.

Feste Denkart und Wankelmuts).

t. Kor. 16/ 13 .

Immer bleibst Du, Herr, Dir gleich,

Wie an Huld, an Wahrheit reich;

Wankt der Mensch, verirrt er sich:

Du bleibst unveränderlich.

Du stehst ewig, wie Du bist;

Und was Du verordnet, istJetzt, wie über tausend Jahr,

Heilig und unwandelbar.

Ach, verleihe Du mir Kraft,

Daß, im Sturm der Leidenschaft,

Ich, unwandelbar Dir treu ,

Fest und stark im Heil'gen sei!

Der gemeinste Fehler der Menschen unsers Zeitalters ist wohleine gewisse Schlaffheit, eine Wandelbarkeit der Gesinnungen,ein beständiges Abändcrn der Handlungsweise und Denkart,wodurch eine solche Unzuverlässigkeit in alle Verhältnisse undGeschäfte des Lebens tritt, daß man zuletzt auf nichts mehr mitSicherheit zählen kann, und selbst gegen den Redlichen miß-trauisch wird. Völker schließen Bündnisse; morgen, bei ver-änderten Umständen, sind sie gebrochen. Freunde schwören sichewige Liebe; nach Jahr und Tag stehen sie wider einander inoffenem Streit. Dort gibt ein ehrlicher Mann dem andern seinVersprechen; kommt die Stunde der Erfüllung, hat er, was erleisten wollte, vergessen, oder zuckt bedauernd die Achseln. Hierbekennt sich in der Aufwallung edler Gefühle ein entschlossenerMann für die gute Sache; er spricht, er handelt mit Muth fürsie; er scheut keine Aufopferungen, er bekämpft die Hindernisse.Aber wer hätte es glauben sollen? in kurzer Zeit ist dieserMann ein ganz anderer. Nicht etwa sein Eifer ist erkaltet fürdas, was er vormals gut nannte: nein, er nennt cs schädlich,er arbeitet mit aller Kraft wieder dagegen. Hier sieht einHausvater, der, erschrocken vor Lc.m allmäligcn Verfall seinesVermögens, in diesen hehrimz'.en Zeiten es sich zum festen