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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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27 .

Gottes Stimme an des Menschen Herz.

Apost. Gesch. 22, 7 .

Würden alle Zungen schweigen,

Würd' ich doch, mein Gort, Dich seh'n.

Sonne, Mond und Sterne zeugen,

Und cs zeugen Thal und Höh n.

Würden Erd' und Himmel schweigen,

Meine Seele würde zeugen.

In des Sommers gold'nen Lägen,

Aus des Waldes grüner Nacht,

PyN des Blitzes Flammenregen,

Zn der Nächte Sternenpracht,

In der Wettersturmc Grimme,

Vater, tönt mir Deine Stimme.

Za, auf allen meinen Wegen,

Vater, Vater, hör' ich Dich;

Ach, warum, für so viel Segen,

Sterblicher, verfolgst Du mich?"

Nein, ich kehre zu Dir wieder,

Falle reuig weinend nieder.

^Hedem Bibelleser, jedem Freunde der Geschichte der christlichenReligion, zumal ihrer Anfänge, liegt etwas Wunderbar-Schreck-liches in dem Ereignisse, welches einst dem Apostel Paulus be-gegnete. Oft las ich diese bedeutungsreiche Begebenheit mitschweigendem Nachdenken; nie, ohne daß sie mich erschütterte,rmd an die Gewalt der Vorsehung mahnte.

In den Tagen, da Paulus, noch Saul genannt, einer-der erbittertsten Verfolger der Christen war, übertraf ihn kaumeiner von den Juden an Thätigkeit, die neue Lehre auszurotten-Er selbst drang überall in die Versammlungen der Christen, sogeheim dieselben auch waren, um ihre Mitglieder zu entdecken,zu verrathen, auszuliefern an die Peiniger. Er selbst nahmgefangen, die an Jesum glaubten, und mißhandelte sie. Undda des frommen Stephanus Blut, das Blut des ersten Zeugen,vergossen ward, stand auch Saul daneben, hatte Wohlgefallen,am Tode dieses Unschuldigen, und verwahrte denen die Kleider,die ihn tödteten.