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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
234
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gehörst Christo, und, durch den ewigen Sohn, der ewigen Liebedes Vaters an.

Das will ich! O ich bedarf es! Schaffe in mir, Gott, einreines Herz, und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirfmich nicht vor Deinem Angesicht, und nimm Deinen heiligenGeiß nicht von mir! (Pf. 51,12.13.) Denn ohne Deine Gnadeist mein Leben ohne Freuden, meine Seele ohne Ruh und Frieden.Oft habe ich gefehlt wider Dich, o Du Langmüthiger, und Dublicktest schonend auf mich herab, und gabst mir Frist und Gerlegenheit und Kraft, daß ich verbessern möge, wo ich durch lieber-eilung zu weit ging, wo ich durch Unwissenheit Unrecht that, woich durch die Gewalt der Umstände zu Handlungen verleitet ward,von denen ich erst zu spät einsah, daß sie hätten unterbleibensollen. Ach, aber die Du mir gestattet, habe ich sie immerbenutzt? Diese Gelegenheit, welche Du mir dargeboten, habeich sie immer angewandt? Diese Kraft, welche Du mir schenktest,habe ich sie immer gebraucht?

O fortan will ich Vater, ich will es und kann ich.Dein schwaches Kind, nicht allezeit verhüten, daß ich fehle:will ich doch verhüten, daß meine Fehler nicht unverbessertbleiben. Wo ist ein Mensch, dem ich aus Ueberzeugung wehethat? Ich will vergüten und mir seine Liebe, seinen Segenerwerben. Wo ist ein Wohlthäter, dem ich undankbar vergaß,was er mir gethan? Ich will nach meinen Kräften vergelten.Wo ist ein Gut, das durch meine Schuld veruntreuet ward?Ich will es ersetzen. Rein will ich sein von allen Vorwürfen;so wird mir meines Gottes Frieden zu Theil werden. Menschlichist es, zu fallen; himmlisch ist es, zu verbessern und sich zu Gottzu erheben.

Verleihe mir Deine Gnade, Vater im Himmel. Amen.