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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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Ist Jemand zufrieden, rechtschaffen und gottselig bei denreligiösen Ueberzeugungen, welche er von seinen Lehrern empfan-gen : hüte dich, ihn in diesem stillen Glück zu stören. Hüte dich,ihm den heiligen Stab zu entreißen, an welchem er sich in desLebens Widerwärtigkeiten aufrecht hält. Du weißt nicht, wasdu ihm dafür gibst! Du weißt nicht, ob die Stütze, welcher dudich erfreuest, seinen übrigen Geisteöeigenheiten angemessen, obsie seinen Händen nicht zu schwer oder zu leicht ist! Ueberlaßcs Gott, welcher alle Verhängnisse leitet; überlaß es den Kräftendeines Bkuders, daß sie allmälig durch Erfahrungen und Schick-sale reifen und vollkommen werden. Mache ihn nicht in seinemguten Glauben irre; und gut ist er, sobald er gute Früchtebringt. (Matth. 7, 1620.) Wie seine Vernunft sich höherausbildet, werden auch seine religiösen Vorstellungen edlerwerden. Andere Vorstellungen hat das unmündige Kind, andereder vielerfahrne Greis.

Christum lieb haben ist besser, denn alles Wissen. Undalles menschliche Wissen und Meinen ist daher nur Stückwerk!Christum lieb haben heißt, seine Gebote halten. Seine Geboteaber sind die schönen Lehren der Liebe und Sanftmuth, desStrebens nach dem Vollkommenen, nach dem Gottähnlichwerden,und endlich des festen Vertrauens auf Gott. In diesen Stückensind alle christlichen Religionsparteien übereinstimmend; in JesuNamen beugen sich Alle anbetend und im Staube vor dem Vaterdes Lichts!

Ja, ich will festhalten an der Einfalt meines Glaubens,nnd darin verharren. Mit kindlichem Gemüthe will ich festhaltenan meines Jesu Wort; was er gesprochen, ist ewige Wahrheit.Er und kein anderer Sterblicher wies uns den Weg des Heils,der zur Vollendung führt. Er und kein anderer Sterblicher istunser Meister; nur Christus ist's, und wir seine Brüder!so lehrte uns sein Mund. (Matth. 23, 3 11.) Nur Einerist unser Aller Vater, der im Himmel ist!

Dann wird ein glücklicher Erfolg meine Mühe krönen, dieErkenntnisse zu erweitern, und den Glauben durch das Lesender christlichen Urkunden zu gründen, auf daß ich zur rechten