kst nicht die Liebe, welche der Schöpfer von seinen Kindern forr-ert, daß wir die Annehmlichkeiten des Erdenlcbens verschmähen,-re er uns mit gütiger Hand so reichlich spendet, sondern daß wirden Willen khun unsers Vaters im Himmel.
Und der Wille des ewigen Vaters ist, daß wir VertrauenKu ihm haben, Vertrauen zu seiner Vorsehung, zu seiner Gnadeund väterlichen Huld; Vertrauen, daß auch das Bitterste unsererSchicksale von ihm und zum Besten unserer Seele komme!
Nicht mit irdischen Gefühlen, wie einen Menschen, könnenMir den Ueberirdischen in seiner Größe lieben: sondern nur durch»nsere Ehrfurcht, unser gläubiges Ergeben in seinen Willen.
Am unzweideutigsten offenbart sich aber die Liebe der Seelenzu Gott dadurch, daß wir ihm in seiner Liebe zu uns vollkommengleich zu xpcrden suchen, das heißt, daß wir jeden Menschen aufdas Freundschaftlichste gleich einem unserer Brüder halten, undzur Zufriedenheit, zum Wohlsein, zur Ruhe unserer Miterschaf-fenen nach allen Kräften so viel beitragen, als wir nur immerVermögen.
Denn so Jemand spricht: ich liebe Gott, und hasset seinenBruder, der ist ein Lügner! Denn wer seinen Bruder nicht liebet,den er sichet, wie kann er Gott lieben, den er nicht sichet? Unddies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet, daß dersuch seinen Bruder liebe. (1. Joh. 4, 20. 21.)
Hier ist uns also das Geheimnis aufgeschlossen, worin diewahre Liebe des Menschen zu Gott bestehen, und auf welche Artsie sich kund thun müsse. Dies ist das Verhältnis, in welchemMeine Seele hiem'eden zu ihrem heiligen Schöpfer stehen solle!O wie oft habe ich dies Wohlwollen verkannt; wie oft habe ich«es vergessen! Wehe mir, nicht immer war die Liebe Gottes in»rir; daher empfand ich die Furcht und das Schrecken vor Gott.Aber so lange ich in der Furcht war, lebte ich nicht in Gott.
Wie oft habe ich mich selbst getäuscht, wenn ich glaubte einKind Gottes zu sein, und doch ein Herz voll Neides hatte gegendie, welche man für besser als mich hielt; wenn ich mit stolzerAnvcrsöhnlichkeit Menschen zurückstieß, die mich gekränkt habenMöchten, während sie doch vielleicht vollkommen recht handelten,