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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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lichen von der Gottheit haben. Daher dünkt sich Dieser in demVerhältnisse eines unwissenden oder leichtsinnigen Kindes zumgern verzeihenden Vater zu stehen, wenn er zu Gott betet;Jener zittert vor dem Gerechten und Allgewaltigen, wie er«schüchterner Sklav. Der Eine ringt in ewiger Selbstverachtunsund Trostlosigkeit nach dem Erbarmen Jesu und nach der Zu?rechnung seines Verdienstes, und bildet sich ein, auch alles Gute>was der Mensch leiste, sei vergeblich, Gott achte desselben nicht;der Andere strebt mit ängstlichem Eifer, in allen seinen HanL?lungcn den Vorschriften der Gottheit gemäß zu leben, als müsstder Mensch sich Alles selbst verdienen, und nichts von der Gnadedes Allvaters erwarten; ein Dritter ist gleichgültiger, weiter meint, es sei der unendlichen Majestät Gottes unangemessen,,und daher nicht wahrscheinlich, daß sie auf die Schicksale je des-einzelnen Menschen und auf jede seiner einzelnen Handlungen^Empfindungen und Gesinnungen Acht gebe, sondern wer zurrSeligkeit erwählt worden, werde selig; Alles sei den Gesetze«einer ewigen Nochwendigkeit unrerthan.

Aber welches endlich ist denn das wahrhaft richtigeVerhältnis in welchem ich zu meinem Schöpfer'

da stehe und dastchen soll?-Dies lehrt mich kein Stcrb«

licher, sondern allein mit hoher Gewißheit der Mund göttlicherOffenbarungen in der heiligen Schrift. Dies lehrt mich Jesus-und jeder seiner geweihten Jünger.

Sie aber lehren mich zu des Weltalls allerhöchstem Geisteund Schöpfer mit Vertrauen und Glauben eines kindlicher;Gemüthes beten. Habet nur Glauben und Zuversicht zu Gott krief Jesus. (Mark. 11, 22.) Er hieß uns ihn anrufen alsunscrn liebevollen himmlischen Vater. (Matth. 6, 8. 9.) Crverhieß uns von Gott, dem Vergelter aller Wesen, Vergebungder Sünden, wenn auch wir denen vergeben, wider die wiretwas haben. (Mark. 11,25.) Er sagte: ^Du sollst Gott deinesHerrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzemGemüthe und von allen deinen Kräften. Dies ist der Gottheitvornehmstes Gebot! Und das andere ist ihm gleich: Du sollstdeinen Nächsten lieben als dich selbst. Es ist kein andein'sH. 6