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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
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1 .

Das reine Gemüth wird Gott schauem

Eine Neujahrsbetrachtung.

Matth. 5/ 8.

Wer bin ich denn, ich Erd' ans Erde,

Daß ich von Dir gewürdigt werde,

Dich anzuseh-n in Deiner Pracht?

Diesen milden Glanz des Lichtes,

Den Abglanz Deines Angesichtes,

Gott, schuf für mich auch Deine Macht!

Auch mir verherrlicht erAus tausend Himmeln herDeine Grsße;

Noch Heller einst in jenen Höh'nSoll ich Dich, Gott, mein Vater, sehn.

Ach, wer bin ich,

Daß Du auch michZu Deinen Seligen gezählt,

Zu Deinem Anschau'n auserwählt?

Ä^illionen traten mit mir in den neuen Kreis der Stunden,Monden und Jahrszeiten ein; Tausende werden den Schlußdieses Jahres nicht sehen; vielleicht werde ich in der Mitte seinesLaufes von der Erde hinweggerufen werden. Denn es wird dochendlich das unausweichliche Jahr erscheinen, in welchem ich meinenTod finde. Es ist vielleicht das gegenwärtige.

Wie nun, wenn es dieses Jahr wäre? dieses Jahrdas letzte, das du erlebst?

Greis, dein Haar ergraut, deine Kräfte weichen von dir:cs ist schon der erste Odem des Todes, der dich aus der Ferneanweht, und welcher dir die Sehnen erschlafft, die Augen trübemacht, und dein Haar bleicht. So welkt von dem ersten Hauchdes Winters das Laub der Bäume hin. Mann, Weib, duprangst in der Fülle deiner Kraft; allein siehe hinter dich. Tau-sende Deinesgleichen sanken im Sommer ihres Lebens, wie reifeAehren des Feldes, unter der Hippe des Todes nieder. Jüng-ling, Mädchen, du lächelst, dein Lebenslauf scheint dir noch eineganze Ewigkeit zu sein, von der du kein Ende siehst. Aber kennst