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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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48.

Das Schicksal der Völker.

2 . Kor. 4, 8.

Wunderbarer Gang der Dinge,

Den des Menschen Hand nicht lenket,

Du Gcheimnifi unserS Lebens,

Das wir hohes Schicksal nennen:

Welch ein Mensch begreifet dich?

Du erhebst vor unfern AugenHier den Uebclthütcr, stürzestDort die Unschuld; und der NachweltWächst ein unverdienter SegenAus der Zwietracht, aus dem JammerUnd dem Blut der Vorwelt auf!

Wird dies RärhsclDort sich lösen?

Soll ich folgenMeinem Schicksal?

Darf ich mich ihm anvcrtrauen?

Oder gcht s in starrer Blindheit,

Ohne Herz und ohne Seele,lieber Tod und Leben hin?

2öacht noch ein Gott, der die Herze-n der Menschen lenkt:warum des grausenvollen Verderbens so viel, das'."er überVolker bringen? Wacht noch ein Gott: o warum müssen denntausend und tausend Unschuldige verderben durch die Wildheit derGottlosen? Was hat der Fleißige, der Sparsame verbrochen,daß ihm in einer einzigen schrecklichen Stunde sein ganzes Ver-mögen, die ganze Frucht lebenslänglicher Anstrengungen, entrissenwerden muß? Was der Säugling verbrochen, der an der Mutter-brust verschmachten muß? Was hat der Bösewicht Herrlichesund Belohnungswürdiges geleistet, daß ihm alle seine Planegelingen, daß er ungestraft die Rechtschaffenen zertreten, dieUnschuldigen verspotten, den Glücklichen elend machen dt.rf?

Ich sehe schaudernd hinaus in das große Räthsel der Welt,und kann es nicht lösen. Ein Sturm auf dem Meere versenktSchiffsflotten, und bringt den Jammer, den unaussprechlichsten,in Familien, welche noch vielleicht in derselben Stunde für ihreabwesenden Freunde beteten, und sich ihrer glücklichen Heimkehr

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