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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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pflichtmäßig annehmen müssen. Ja, diese Pflicht wird noch stärkerdadurch, daß er mit seinem Aufwand große Summen Geldes inwohlthätigen Umlauf setzt, die Nahrung und Verdienst unteralle Klassen des Volkes bringen. Er verhütet damit, daß sichdas Vermögen nicht beim Einzelnen allzusehr zum NachtheilAnderer häuft, sondern daß es gleichmäßiger vertheilt wird.Wir tragen also, durch Entrichtung der Steuern und Abgaben,wesentlich dazu bei, daß unzählige Menschen Brod und Nahrungdurch ihre Arbeit finden können, die ohnedem in das tiefste Elendversinken müßten. Jeder trägt dazu nach Maßgabe seinesgrößer« oder geringem Vermögens bei, und selbst der Geizige,der ohne diesen obrigkeitlichen Zwang nichts für seine Mitbürgerthun würde, ist dadurch genöthigt, gemeinnützig zu werden undAndern zu helfen.

Aber die Bestreitung des Glanzes, welcher den Thron einesRegenten umgeben sott, der sich oft in diesem Glanze unglück-licher fühlt, als der Bürger in seinem bescheidenen Mittel-stände, ich sage, die Bestreitung solcher Pracht fordert dengeringsten Theil der Abgaben. Weit mehr ist zur Handhabungder Sicherheit gegen auswärtige Gewalt nöthig. Die Stellung,in welcher sich zu unserer Zeit Völker und Fürsten gegenseitigbefinden, macht ein nach Verhältniß des Landes großes Kriegs-heer, mit allen Arten Waffen versehen, unentbehrlich. Nurein solches Volk, vor dessen Stärke man mehr oder wenigerAchtung haben muß, genießt Achtung und Selbstständigkeit.Wird es aber von seinem eigenen Regenten also versäumt, daßes ohne hinlängliche Macht dasteht, entweder sich selbst gegenfremde Angriffe zu vertheidigen, oder andern fremden FürstenBeistand zu leisten, so wird es abhängig, von Fremden unter-jocht, und Niemand leistet ihm gegenfälligen Beistand.

Diese Unterhaltung einer hinreichenden, durch die Zeitumständeunumgänglich nothwendig gewordenen bewaffneten Macht ver-schlingt einen beträchtlichen Theil der Abgaben; aber nicht wenigerauch die Fürsorge um die Sicherheit der Einwohner und ihresEigenthumö im Innern des Landes. Je mehr Dürftigkeit, jemehr Versuchung der Aermern, sich gegen die Reicher« auf-