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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
349
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tausend Andere. Allein darum können sie nicht gepriesen werden.Ihre Kunst, ihr Geschäft kann gemeinnützig sein, ohne daß siees selbst sind. Ihre Arbeiten werden ihnen verhältnißmäßig bezahlt,oder sie empfangen für ihre Geschäfte eine Besoldung. Sie habenihren Lohn dahin, spricht Christus. Keine Tugend ist umGolo feil. Tugend wird nicht mit irdischem Gold bezahlt.

Gemeinnützigkeit begreift jedesmal zugleich eine Aufopfe-rung für das gemeine Beste in sich, so wie überhaupt keineTugend da ist, ohne daß nicht eine größere oder geringere Selbst-überwindung dabei statt findet. Gemeinnützigkeit ist ja dasGegentheil von eigenem Nutzen. Es ist ein Sorgen für das BesteAnderer, und nicht für uns. Es ist das unentgeldliche Hingebeneines Theiles von unfern Stunden, unfern Bemühungen, vonunserm Eigenthum für das Wohl oder die Ehre unserer Familie,unserer Gemeinde, unsers Vaterlandes.

Wer zum Besten seiner Stadt oder seines Landes eine nützlicheUnternehmung beginnt, oder unterstützt, in so fern dies Beginnenoder Unterstützen mit seinem eigenen Vortheil in keinem Widerspruchsteht, der har den Namen des Gemeinnützigen schlecht verdient.Nur der ist ein ächter Bürger, ein ächter Christ, welcher dengemeinen Nutzen seinem eigenen vorzog, oder welcher, wenn esnicht anders sein konnte, das Wohl Aller mit seinem eigenengroßen Schaden erkaufte. Auch Jesus war gekommen, daßer diene, und sein Leben opfere für Viele.

Nur selten sind Anlässe, wo wir der Wohlfahrt Aller unsereeigene, ganze Wohlfahrt hinopfern können. Aber gesegnet undwillkommen sind dem Christen, dem Weisen die Gelegenheiten,da er sich für seiner Mitbürger Heil aufopfern darf. Es geschieht,wenn auf keine andere Weise Hilfe zu schaffen ist. Es geschieht,wenn es besser ist, daß ein Theil, als das Ganze untergeht.Es geschieht, wenn unser Untergang den Untergang von Tau-senden verhütet.

Heil euch, ihr Ehwürdigcn, ihr Erhabenen der Vorwelt, dieihr euch zum Heil der Welt oder des Vaterlandes dem gewissenUntergange großmüthig weihtet! Heil euch, o ihr Edeln, die ihrfür die Wahrheit des Glaubens die Märtirerkrone auf euer Haupt