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müthigkeit, die du dir erworben, die Zukunft sicher berechnen,und in Allem, was du hast und dich umgibt, das Glück eineszufriedenen Alters vorbereiten. — Wie du deine Kinder erziehstund behandelst, welche Gesinnungen und Empfindungen duihnen gegen dich einzuflößen verstehst, so werden sie dich in deinenspäten Tagen behandeln. Je mehr Schwäche sie an dir erblicken,je mehr kleine Ungerechtigkeiten dich deine Laune gegen sie zuüben verführt, um so weniger Hochachtung und Liebe pflanzestdu für dich in ihre Brust, um so weniger Zärtlichkeit, Schonungund Ehrfurcht erwarte von ihnen, wenn du hoch in Jahrenbist. — Wie du deine Freunde behandelst, so wirst du sie in jenenspäten Tagen haben, wenn dir ihr Umgang und Beistand, sowie ihre treue Zuneigung, am nöthigsten und wohlthuendsten sein 'wird. Jetzt hast du noch die Wahl der Gesellschafter; jetzt viel-leicht sucht man dich. Es kommen einst Tage, wo du sie suchenmußt, aber nicht mehr so leicht findest. — Wie du dich gegendeine Nachbarn, gegen deine Mitbürger beträgst: so wirst du sieeinst gegen dich gesinnt finden, wenn du ihnen bei gesunkenerLebenskraft weniger zu leisten vermagst, als sic dir leistenkönnen. Wünschest du dir in deinem Alter einst mehr, als bloßekalte Höflichkeit von ihnen: warum bist du jetzt, wo du vielleichtmit Rath und That, mit allerlei Gefälligkeiten, durch ein wohl-wollendes, dienstfertiges Wesen, durch Herzlichkeit und Rechtlichekeit Viele dir verpflichten, Allen gegen dich Zuneigung und Hoch-achtung einflößen könntest, nur höflich gegen sie? oder warumhaderst du mit dem Einen um nichtswürdige Kleinigkeiten, machstdich dem Andern durch Spötteleien, dem Dritten durch übelangebrachtes Großthun, dem Vierten durch hämische Bemerkun-gen, dem Fünften durch Eigensinn und Grobheit verhaßt? Esist möglich, daß mancher Undankbare dein Gutes vergißt, beson-ders wenn du unierlässest, durch öftere Wiederholung des Gutendas Andenken des Vergangenen aufzufrischen: aber desto gewisser'ist, daß Keiner das wirkliche oder vermeinte Unrecht vergessenwird, das ihm durch dich geschehen ist. Für das Böse aller Arthaben die meisten Menschen ein eisernes Gedächtniß; gib diesemnicht viel aufzubewahren.
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