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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
238
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ihren Aeltern und dem Glücke" des häuslichen Lebens erhalten.Es herrscht, wie überall, so auch in dem Verhältnisse des männ-lichen und weiblichen Geschlechts auf Erden, eine wunderbaregöttliche Ordnung. Und obwohl gewöhnlich mehr Knaben alsMägdlein geboren werden, sterben doch wieder der erstern, ehesie das mannbare Alter erreicht haben, mehr dahin, denn derletzter«; daß also endlich die Zahl der Personen männlichen undweiblichen Geschlechts in reiferm Alter sich ziemlich gleich wird.

Diese weise Ordnung Gottes in der Erhaltung des mensch-lichen Geschlechts ist in allen Weltgegenden unv in allen Zeit-- altern seit Anbeginn dieselbe geblieben. Gott selbst hat die Ehegestiftet; durch Menschensatzungen sollten nicht die Einrichtungendes Schöpfers gestört werden.

Auch wird umsonst gegen die Gesetze Gottes angekämpft,welche er tief in die Natur eingelegt hat. Ganz ungestraft Über-tritt sie Niemand. Verborgene Leiden, Kränklichkeiten undmancherlei andere Uebel, die den Körper, wie den Geist an-greifen, sind die gewöhnlichen Folgen der Unnatürlichkeit vonjeher gewesen.

Aber wie ist unsere Lebensart? Ist sie nicht selbst wiederunnatürlich geworden? Und was sind die nothwendigen Folgenunserer Entfernung von den göttlichen Ordnungen? Un-natürliche Laster, Krankheiten, häusliche und öffentliche Uebel.Jenes von Gott angeordnete Gleichgewicht in der Zahl desmännlichen und weiblichen Geschlechts wird in unsern Tagendurch langwierige Kriege und durch verheerende Ucppigkeirund Aufwandssucht, welche die Ehen erschwert, aufgehoben.Mancherlei geheimer und lauter Jammer sind die schmerzlichenFrüchte dieser Entzweiung mit der Natur.

Am beklagenswürdigsten ist das Loos des weiblichen Geschlechts.Seine Bestiinmung auf Erden ist die Pflege der stillen, heimath-lichen Glückseligkeit, die Erfüllung mühsamer, doch süßer Natur-pflichtcn. Aber zahllose Jungfrauen, geschaffen, glücklich zusein und Andere zu beglücken, werden von dem Beruf entfernt,welchen ihnen die Natur, das heißt die Gesetzgebung des Welt-schöpfers, anwies. Sie leben, sie sterben einsam.