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2Z.
Die Ehe.
Zweiter Abschnitt.
Ephcs. 5/ 23 — 33.
Von Dir sind/ Gott/ der Ehe Freuden/DU/ der Du Mann und Weib erschufst/Und sie im Glücke/ wie im Leiden/
Zu großer Pflichten Uebung rufst.
Wohl ihnen/ wenn sic Dir sich weih'n:
Ihr Glück wird groß/ wird göttlich sein!
Mit Liebe geh'n auf gleichen WegenSie zu des Lebens Ziel hinan;
Gemeinsam theilen sie den Segen/
Den sie aus Deiner Hand empfah'n.
Und ihr vereinigtes Gebettzst'S/ was zu Dir/ o Vater / fleht.
W, !M Haz,
§6as auch das Leben Bitteres mit sich bringe, und wie harrauch oft das Schicksal des Menschen sei — treue Freund«schüft erleichtert ihm endlich jede Bürde, und verschönert ihmjedes Verhangniß. Ohne theilnehmenden Freund ist der Schmerzdoppelt, den du empfindest, und die Freude entzückt dich weniger,wenn du sie einsam genießen sollst, wie ein Verbannter.
Die Ehe ist der schönste, der heiligste, der dauerhaftesteBund der Freundschaft, geweiht von den Händen derReligion und der Natur'—Hier verbindet sich mit dem Bedürftniß des Herzens zugleich die Nothwendigkeit des Beisammenseinsdurch gesetzliche Ordnungen. — Ein anderes Interesse, Zeit«umstände, Verschiedenheit der Meinungen, Verschiedenheit derLage, Verschiedenheit des Vermögens, Entfernung des Ortes,Veränderung des Wohnplatzes können den Freund oft gleich-gültig gegen den Freund machen, das Herz erkalten — aberdie Gatten haben nur einerlei Interesse, einerlei Genuß desVermögens, einerlei Schicksal, einerlei Wohnort. Für Lebens-zeit verbunden, sind sie sicher, nie getrennt zu werden, als durchden Tod, welcher endlich alle irdischen Verknüpfungen auflöset.Schon die Gewohnheit, sich beständig zu sehen und einander dieNächsten zu sein, macht ihnen das Bedürfnis, nur einander und