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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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Die Neuvermählten.

1. MoseS 2, 18.

Ast habe ich, und nie ohne bewunderndes Vergnügen, dieersten Blätter der heiligen Schrift gelesen, in welchen Moses dieältesten Urkunden des menschlichen Geschlechts gegeben. DieSchöpfung der Welt, wie genau stimmt in der Stufenrcihe derSchöpfungszciten Alles mit den ewigen Ordnungen der Naturüberein! Die Schöpfung der ersten Menschen, der Stamm-vater der Sterblichen aus Erdenstaub, weil sein Leichnamwieder Erde werden musi, und sein unsterblicher Geist ein gött-licher Odem, ein Theil der Gottheit selbst ist! Und dann dieMutter der Menschen Fleisch von seinem Fleisch, Bein von sei-nem Bein, zur Erinnerung, daß Mann und Weib in ursprüng-licher Verwandtschaft eins und dasselbe seien, und in jener Liebedastehcn sollen, mit welcher allezeit in der Natur das Gleichevom Gleichen angezogen wird.

Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß derMensch allein sei. (1. Mos. 2, 18.) Einsamkeit ist derTod jedes Genusses. Eine Freude, die wir nicht mit Anderntheilen können, ist keine Freude mehr. Der Schmerz, den einliebendes Wesen mit uns thcilt, ist leichter. Der einsame Menschhat keine Ermunterung, vollkommener und edler zu werden.

Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei.Die Verbindung der Sterblichen zur gegenseitigen Hilfe in derEhe und zur Fortpflanzung ihres Geschlechts ist Werk des all-weisen Schöpfers. Darum wird mit Recht gesagt: Die Ehesei einc göttlichc Stiftung. Sie ist's; daher auch Natur-nothwcndigkeit; daher auch heilig bei allen Völkern der Erde,selbst bei den wildesten, deren Geist noch von keiner Offenbarungangelcuchtet ward.

Zwar nicht alle Menschen werden dieses Genusses und Glückestheilhaftig. Zwar cs können Zeiten, es können Verhältnissegebieterisch eintreten, welche es vvrtheilhafter machen, ehelos zu

I. s