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Eben so verwahre dein Haus, wenn dir das-stille Glück desselben ein Heilig thuin ist, vor Werk-zeugen des Vergnügens, die leicht mißbraucht wer-den können, oder schon ihrer Natur nach besonders geeignetfind, die Denkart zu verunreinigen. Hüte dich vor Mitteln,welche, wie gewisse Arten von Spielen in Erholungsstunden,leicht zum Zank oder Zorn reizen, oder zur Gewinnsucht, oderzum Neide. Hüte dich, Geschenke zu geben, welche zwar derrEmpfänger freuen, aber auch seinen Hang zum Leichtsinn, oderzur Eitelkeit, zum Stolze nähren können. Du reichst Gift imHonig; du führst unter der Maske des Vergnügens die Zwietrachtund den Verdruß in deine Wohnung ein. Menschenkenntnißund Erfahrung müssen hier entscheiden — dein eigenes religiösesZartgefühl muß entscheiden, was nicht nur gefahrlos, sondernselbst wohlthätig sei.
Es ist bei rohen Menschen gewöhnlich nur der Schmerz unddas Unglück, was sie bessert und zu würdigern Gesinnungenstimmt. Den edeln Menschen, den wahrhaften Christen veredeltnoch mehr und öfter die Freude. Sie verfeinert sein Mitleidengegen Minderbeglückte; sie macht ihn schonungsvollcr gegen dieFehler und Schwächen anderer Menschen; sie erhöht sein Wohl-wollen gegen Jeden, der sich ihm naht; sie macht ihn versöhn-licher gegen Widersacher, und regt die Dankbarkeit gegen den an,von welchem auch die geringste Freude kam.
Und besonders Du, o Quell aller Seligkeiten, Gott derLiebe! Du bist es, welchem der Christ seine ganze Dankbarkeitwidmet, — eine unendliche Dankbarkeit, wie Deine Güte un-endlich ist, mit der Du uns täglich überströmst. — Auch ich.Du Schöpfer aller Wonnen, danke Dir mit Entzücken für dieheitern Stunden meiner Tage. Du willst unsere Freude. Selbstin den Schmerz hast Du oft noch manche Süßigkeit gelegt. NurSer Mensch voll unzufriedenen Sinnes schafft sich überall seineQual, weil er nicht glücklich zu sein versteht.
Auf den Flügeln der Freude soll sich immerdar meine Andachtzu Dir Hinaufschwingen. Und von noch höherer Freude verklärt,soll jedesmal meine Seele, von Deiner Anbetung zurückkehrend.