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gegeben! Würde eine Mutter wohl vorziehen, lieber ihr Kindnicht zu haben, als die Sorge um dasselbe zu empfinden? Würdesich der Gatte die Sorge um die theure Gattin, der Sohn dieSorge um den guten Vater nehmen lassen? Liegt nicht in derSorgfalt um das, was wir haben, der schönere Thcil unsersLebens? — Und geht es dann auch einmal nicht nach unfernWünschen — Alles, wird durch die Liebe wieder gut. Man trägtleichter, was Andere freudig mit uns tragen. Man sendet sichdurch Wort und Blicke gegenseitig Trost ins Herz. Nach einemSturme thut wieder die Ruhe wohl. Nach jedem überstandcncnUnglück fühlen wir uns erhabener. Der Mensch ist dann immeram größten, wenn er besteht im Zusammensturz des Unbeständigen.
Häusliche Sorge bringt häusliches Glück. — Wir müssenja sorgen, um glücklich zu sein. Was unsere Sorge von uns nichtabwendcn kann, das ist auch kein Unglück, sondern Gottes Werk,der cs sendet. Es muß zu unfern, Besten dienen.' Daher ist jedeFurcht und Aengstlichkeit vergebens. — Es gibt nur ein ein,ziges wahrhaftes Unglück— dies sind die Folgen der Sünde,die Folgen schlechter, unredlicher Handlungen. Gegen Begehungdes Fehlers können wir Sorge tragen, aber gegen dieWirkunaendes schon begangenen ist unser Sorgen zu spät. Hier helfen auchkeine Trostgründe. Wer will uns trösten, da unser eigenes Ge-wissen uns den Trost versagt? Was Hilst, daß uns Andere los-sprechen möchten, da uns das eigene Bewußtsein verdammt? —Sollen wir jemals Angst und Schrecken fühlen vor dem Untergangunsers häuslichen Glücks oder eines Theils von demselben, so seies, insofern wir selber auf dem Wege sind, es durch eine leiden-schaftliche Uebereilung, durch eine strafbare Begierde, durch eineVerletzung göttlicher und menschlicher Ordnungen zu zerstören.
Vater im Himmel, ich liebe Dich mit den Gefühlen desKindes, welches seine Ohnmacht, seine beschränkten Einsichtenkennt, und Vertrauen hat auf des Vaters höhere Macht undWeisheit. Daruin bin ich ruhig in Deinen heiligen Willenergeben, ohne Bangigkeit wegen meiner und der Meinigen Zu-kunft. Füge Du es mit ihnen und mit mir, wie Du willst. Wirwissen es, denen, die Dich lieben, gereicht Alles zum Besten.