halb geholfen sein; und du selbst begehrst nicht halbe Hilfe.Halte an Gott, und er wird auch dich halten!
An Dir, Vater der Welt, Allbarmherziger, der Du Keinenverlassest, will sich auch meine bekümmerte Seele festhalten. Icherkenne auch in diesen trüben Tagen, wo mein irdischer Wohl-stand weicht, Deine väterliche Weisheit, und verzweifle anDeiner Liebe nicht. Haben wir Gutes empfangen von Dir, undsollten das Böse nicht auch annehmen? — Ich erkenne, wasich in diesen meinen Umständen zu thun schuldig bin mir undden Meinigen. Und ich will es thun. Gib Du mir dazu Kraftund Deinen segenvollen Beistand. Ich werde mit Dir Alles,auch das Schwerste, überwinden. Ich werde meine Freudigkeitnicht verlieren, die denen bleibt, die Dich lieben. Hilf mir, ^Vater, Deinen: Kinde; mit Inbrunst stehe ich Dich an, hilfmir! Amen.
12 .
Häusliche Sorge, häusliches Glück.
Römer 8 , 28.
Du, Herr, kannst Alles enden,
Was mich jetzt drückt und plagt,
Kannst mir noch Hilfe senden,
Wenn schon mein Muth verzagt.
O, so gcscheh' Dein Wille!
Er ist der beste doch;
- Und aus des Kummers FülleRufst Du mir Freuden noch.
Ein jeder neue MorgenSei Zeuge, daß ich freiVon ängstlich bangen Sorgen,
Nur Dir ergeben sei.
^ein Uebel ist so groß, daß nicht die Furcht vor demselben eingrößeres Uebel wäre, als das Unglück selbst, welches man vorsich zu sehen meint. Jedermann weiß es aus eigenen Erfahrungen.Aber es gehört schon viel Geisteöstärke dazu, sich dieser Erfahrungund ihrer Lehre immer bewußt zu bleiben, und sie zu benähen.Die meisten Menschen sind so schwach, so kleinmüthig, so schnell