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Gehorsam, Sitteneinfalt und Gottesfurcht zuerhalten weiß. Denn diese Tugenden sind die Grundpfeileraller häuslichen Glückseligkeit.
Und unter allen diesen Tugenden ist Ordnung die erste.Das Haupt der Familie ist es, welcher, als Fürst unter denSeinigen, Alles mit Zweckmäßigkeit einrichten und regieren soll.An ihm ist es, den Blick auf Alles zu haben. Nichtdaß er Alles selbst machen soll; sondern darüber wacht er, daßJeder dasjenige wohl verrichte, was ihm anvertraut ist. Jedervon den Hausgenossen muß den Kreis seiner Geschäfte kennen-,Jeder für die Besorgung derselben verantwortlich sein.
Wo ein christlicher, verständiger Vater sein Haus wohlgeordnet hat, vollzieht sich jedes Tagewerk ohne Stockung undmit Freudigkeit. Jeder wartet seines Berufes. Es bedarf nurfreundlicher Zurechtweisung, liebevoller Aufmunterung, uni dasGanze in regsamer Thätigkeit zu bewahren. Vielerlei Befehlenbewirkt nur Zerrüttung; vielerlei Tadel bewirkt Verdrossenheitund Muthlosigkeit.
Wo Ordnung des Hauswesens besteht, da ist kein Wider-spruch bei jedem Anlaß; da ist kein Zwist über das, wasgeschehen und nicht geschehen müsse; keine Entzweiung der Gattenum jede Kleinigkeit; kein übles Beispiel für Kinder und Gesinde.Die Zwietracht der Gatten ist der erste Anlaß zum Zwiespalt desganzen Hauses. Denn indem jeglicher Hausgenosse sein ttrtheilim Stillen fällt, kann es nicht fehlen, daß er bald seinen Tadelauf jene wendet. Wo aber die Untergebenen in der Stille tadeln,da verschwindet die gebührende Hochachtung.
Daher wacht der Familienvater als Mann und Christ überEintracht unter Allen. Nie erscheint er, selbst bei gechecktenAnsichten und Meinungen, mit seiner Gattin öffentlich imWiderspruch vor den Kindern und dein Gesinde. Die Eintrachtder Acltern bewahrt die Ehrfurcht Aller unverletzt, und machtden Zank von Seite der llebrigen zu einem Verbrechen gegenden Hausfrieden.
i Damit aber die Ordnung des Hauswesens wohl bestehe, istes der Vater der Familie, welcher sich selbst, ein Beispiel Aller, den