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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
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7.

Falsche Haushaltung.

t. Tim. 6/ stt.

DcS hohen Wcrthes Deiner Gabe»

Und ihrer Absicht eingedenk,

Beweise Jeder, was wir haben,

Sei nicht v-erdient, sei Dein Geschenk;

Sei ein Geschenk nur für die Zeit,

Nicht aber für die Ewigkeit.

Laß uns in unscrS Glücks GefahrenDurch Demuth und durch MäßigkeitVor seinem Mißbrauch uns bewahren,

Vor Geiz und schnöder Ucppigkeit:,

Daß Zeder seinem Rufe treu,

Nie unwerth seiner Gabe sei.

^ie Grenzlinie zwischen dem, was gerecht ist, und dem Zuvieloder Zuwenig, der Scheidepunkt zwischen einer Tugendund den ihr entgegcnstehenden Fehlern, ist so zart, daß derMensch zuweilen noch auf der Bahn seiner Pflichten zu seinwähnt, wenn er schon mit großen Schritten auf Irrwegen zuseinem Verderben eilt. Wir können daher niemals aufmerksamgenug auf uns selbst sein, nie oft genug unsere Handlungsartprüfen, wenn es uns im Ernst an Vollkommenheit und Ver-edelung der Seele gelegen ist.

Wie Mancher hält sich nur für freigebig, wohllhätig, menschen-freundlich, der schon ein tadelhafter Verschwender seines Ver-mögens ist! Wie Man-her nennt sich nur sparsam und vorsichtig,der schon alle Spuren eines der ekelhaftesten Laster, des Geizes,an sich trägt! Ja, wie gewöhnlich ist es, sogar in einer undderselben Person die doppelten Laster, des Geizes und derVerschwendung, beisammen zu finden!

Gewöhnlich? Wie? sollte auch ich mich in meinerHaushaltung solcher Fehler schuldig machen? Ich kann es kaumglauben. Dennoch will ich diese Stunde der Einsamkeit undAndacht einer Selbstbetrachtung weihen, die vielleicht auf dieEinrichtung nuines Hauswesens Einfluß haben kann. Es ist