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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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ist diese Mauer gebrochen, dann dringen Neugier, Bosheit,Schadenfreude und Klügelei der Welt unaufhaltsam durch unsereThüren; unsere Geheimnisse werden auf Markt und Straßenbehandelt; wir stehen, wie Entblößte, schamlosen Gaffern zurSchau, und die Schmach folgt uns auf allen Schritten mit demHohngelächter. Unser Geheimniß in fremde Hand gelegt, endetunsere Herrschaft bei uns selbst, und Fremde regieren.

Unsere Dienstboten, unsere Kinder sollen auch das Geringste,das Schuldloseste, so in unserm Hause geschieht, keinem frem-den Dhr anvertraucn; nicht weil immer damit Gefahr verbundenwäre, sondern daß sie sich in der Kunst des Schweigens üben,und darin geprüft werden. Den Schwätzer, den Zwischenträgerverbannet von euerm Angesicht; denn die nichtswürdigstcnKlatschereien haben oft den heillosesten Unfrieden verursacht.Wollt ihr aber eure Geheimnisse geachtet wissen, so achtet die derAndern. Forschet nicht selbst mit lüsterner Begier nach dem, wae-in andern Häusern gesprochen und gethan worden, nicht nachden Verhältnissen der Eheleute, der Aeltern und Kinder.

Zn welchem Stande des Lebens ich aber auch sein möge,o mein Gott, laß mich vorsichtig und weise handeln, daß niedurch mich der Friede eines Hauses, dies höchste Gut der sterb-lichen Geschlechter, gestört werde. Ja, Dir sind Glück undRuhe Deiner Erschaffenen theuer, o Vater Aller ! sie sollen auchmir immerdar ehrwürdig sein, auf daß ich mit freudigem Bewußt-sein vor Dir stehen könne.

- Und unter meinen Verwandten, meinen Hausgenossen, unterdenen, die uns die Theuersten sind, will ich selbst der Erste sein,der allgemeine Liebe, inniges, gegenseitiges Vertrauen und dasGlück der Eintracht befördert. Es ist mein Erdenhimmel, denmeine Hand bauen und zerstören kann. Wie, sollte ich meineigenes Elend begehren? Ich will meine Fehler, meine Übeln^Gewohnheiten abwerfen und um Deinen Segen flehen.

Ja, Du Einziger, Du allesbeseligender Vater der Welt,sei auch Vater und Führer der Meinigen. Leite Du sie mitDeiner Weisheit! Segne Du ihr Thun und Lassen! Nimm Du '