Druckschrift 
1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

3.!

3.

Der öffentliche Gottesdien

Psalm <r, s. 1.

Ja, mit den heiligen Gemeine»,

lGi,,

Die heut vor Deinem Antlitz steh'n.

Soll meine Seele sich vereinen,

Herr, Deine Liebe zu erhöh'«.

^ ewiger

Wo sich die Heiligen versammeln,

seist,

Will ich Dein Lob mit Ehrfurcht stammet«!

Dort sing' ich in der Engel Chor

A, w° ^

Ein Herzenslied mit Lust empor.

^ wieder nm

An diesem Gott geweihten Orte

«e Well W

Erschallt der Gnade Stimme mir.

Ich höre, Jesus, Deine Worte,

Gott >W

Und stille seufzt mein Herz nach Dir.

^ ich in Dmein

Da wirft Du Lehrer und mir Tröster,

Da kann ich mich, ich, Dein Erlöster,

mein Geis,

Gott-Heiland, Deiner Liebe freu'n.

Ät/

Da lern' ich Dir ergeben sein.

Es ist auf Erden unter allen Nationen keine Religion ohneöffentliche Gottesverehrung und ohne damit verbundene feier-liche Gebräuche. Niemand, und nicht der König, und nicht derAermste des Volks, schließt sich von der Theilnahme an derAnbetung aus.

Wie? und unter den Christen, unter den Völkern,welche sich die erleuchtetsten zu sein rühmen, kann die Verach-tung des öffentlichen Gottesdienstes und die Vernachlässigungdesselben Beifall finden? Unter Christen kann es allein Einzelnegeben, welche eine Art Ansehens in der Auszeichnung suchen,nicht zu thun, wie Millionen ihrer Brüder undSchwestern? Wie, " ist unsere Religion minder heilig,minder beseligend, als die Religion der barbarischen Völker? Sindunsere Kirchen weniger fähig, erhabene Gefühle zu erwecken?

Prüfe dich selbst, der du dich der öffentlichen Gottesverehrungentziehest, oder sie vernachlässigest, ob deine Gründe so edel, soweise sind, als du ineinest. Ist es nicht der Mangel an religiösenGefühlen deines Herzens, daß dir das Erhabene, Heilige und