und die Hoffnung für bessere Tage nehmen, — denke, sie wareneine Prüfung deines Christenthums, Prüfung und Weisung,wie du dich bei künftigen Zufällen benehmen sollst. Du bist füreine andere Welt geboren, nicht für diesen vorübergehendenTraunr des Erdenlebens. Nur durch reife Tugend, durch geprüfteWeisheit, durch Seclengrößc wirst du einst der würdige Genosseeiner bessern Welt. Darum sind die Uebel vorhanden, daßwir die Kraft unsers Gemüthes daran üben und stärken sollen.(2. Kor. 4, 17. 18.) Du hast gelitten; wohlan denn, wo istdeine Stärke, deine Uebung? Was hast du in der Schuledeines Leidens erlernt? Bist du der bessere Mensch geworden? —Bist du es, so zagst du vor keiner Zukunft, vor keinem Verlustmehr; du rufst mit freudigem Vertrauen gen Himmel: DerHerr hat es gegeben, der Herr hat es genommen:gebenedeiet sei sein herrlicher Name!
Fürchte nichts, als was du dir Böses durch deineigenes Verschulden zuzieh cn kannst. Nur jeder Menschist sich durch seine Fehler, durch seine Unklugheit, durch seineLeidenschaften am meisten furchtbar. Fürchte dich also nicht vordeiner Zukunft, sondern vor dir selbst. Die Zukunft sendetGott, die meisten Unglücksfälle und mißvergnügten Stundensendet sich der Mensch. Lebe christlich, und was dir auchbegegnen mag, du wirst glücklich leben!
Fürchte nichts, wenn du dich selbst nicht zu be-fürchten hast. Arbeite dich mit männlichem Christensinne ausdeinen gegenwärtigen kummervollen Verhältnissen hervor, diedir vielleicht drückend sind. Ueberlege reiflich deine gesummtenUmstände, denke über die besten Mittel nach, die dir helfenkönnen; fasse Muth genug, um sie auch mit ganzem Ernst undmit ganzer Klugheit anzuwcnden. Und wohin zuletzt deineKräfte nicht reichen, und was du nicht thun kannst, das wirdGott thun!
Ja, das wirst Du thun, göttlicher Vater, der du auch denkleinsten Wurm im Staube versorgst und bedenkst. Vertrauens-voll will ich mich dir hingeben, und was mir auch Ln diesemJahre begegne, nichts soll mich abwendig machen vpn meinem